Männliche Sterilität ist die Unfähigkeit der Spermien des Mannes, eine Eizelle zu befruchten. Daher wird es schwierig sein, dass eine Schwangerschaft eintritt. Es gibt verschiedene Faktoren, die beim Mann zu Unfruchtbarkeit führen können.
Konkret ist die männliche Unfruchtbarkeit aufgrund einer spermatischen Ursache der häufigste Grund bei Männern, die Probleme haben, ein Kind zu zeugen.
In diesem Fall liegt der Ursprung der Unfruchtbarkeit in Veränderungen der Samenqualität, das heißt der Spermien. Diese Veränderungen können durch ein Spermiogramm diagnostiziert werden, und zu den häufigsten gehören Asthenozoospermie, Teratozoospermie und Azoospermie.
Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.
Während der Spermatogenese (Spermienbildung) kann es zu einer Reihe von Fehlern kommen, die zur Produktion von verändertem Sperma führen, sei es in Morphologie, Konzentration oder Motilität.
Ein Defekt in der Samenqualität kann die Befruchtung der Eizelle erschweren oder verhindern, so dass eine Schwangerschaft auf natürliche Weise nicht möglich ist. Daher sind diese Veränderungen im Sperma eine Ursache für männliche Sterilität.
Dank der Techniken in der assistierten Reproduktion können Männer mit Fruchtbarkeitsproblemen jedoch biologische Eltern werden. Mit dem Fortschritt dieser Behandlungen sind sowohl die Anzahl der benötigten Spermien als auch deren Mobilität keine entscheidenden Faktoren mehr fürs schwanger werden.
Die Messwerte von Spermien zur Diagnose dieser Veränderungen wurden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2010 veröffentlicht. Der Test, mit dem sie analysiert werden, ist das Seminogramm, auch Spermiogramm genannt.
Gibt es keine Abweichungen in den Spermienwerten, wird von Normozoospermie gesprochen. Andernfalls wird eine der im folgenden Abschnitt genannten Pathologien diagnostiziert.
Eine der Ursachen für männliche Unfruchtbarkeit aufgrund eines spermatischen Faktors ist eine unzureichende Menge an Spermien im Ejakulat. Bei einer niedrigen Spermienzahl verringern sich die Chancen, dass eines von ihnen die Eizelle befruchtet und eine Schwangerschaft eintritt.
Je nach Schweregrad der Veränderung der Spermienkonzentration können verschiedene Situationen auftreten: Oligozoospermie, Kryptozoospermie und Azoospermie.
Es ist zu beachten, dass eine geringe Spermienzahl im Ejakulat eine natürliche Schwangerschaft zwar erschwert, aber nicht unmöglich macht.
Oligozoospermie, auch Oligospermie genannt, besteht in einer niedrigen Spermienkonzentration in der Samenprobe.
Nach den Referenzwerten der WHO ist eine Samenprobe normal, wenn sie mindestens 15 Millionen Spermien pro ml Ejakulat aufweist.
Wenn das Sperma jedoch eine Menge unterhalb dieses Wertes, aber mehr als 100.000 Spermien pro ml Ejakulat enthält, spricht man von einer oligozoospermischen Probe.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, klicken Sie hier: Was ist Oligospermie? Ursachen, Arten und Behandlungen.
Die Kryptozoospermie bezeichnet eine zu niedrige Spermienkonzentration im Sperma.
Konkret leidet ein Mann an dieser Spermienveränderung, wenn das Spermiogramm einen Wert von weniger als 100.000 Spermien pro ml Ejakulat aufweist.
Daher ist die Kryptozoospermie eine schwerere Variante der Oligozoospermie.
Diese Spermienveränderung kann mit der Azoospermie oder dem Fehlen von Spermien im Ejakulat verwechselt werden. In diesen Fällen wird, wenn sie fälschlicherweise als Azoospermie diagnostiziert wird, unnötigerweise eine Hodenbiopsie angeordnet.
Lesen Sie mehr dazu hier: Kryptorchismus:Eine Hodenerkrankungen die zu Sterilität führt.
Die Azoospermie ist eine Veränderung der Samenqualität, bei der sich keine Spermien im Ejakulat befinden. Die betroffenen Männer sind in der Lage, zu ejakulieren, aber bei der Analyse der Probe werden keine Spermien beobachtet.
Je nachdem warum das Problem auftritt, kann es sich um folgende Anomalien handeln:
In Fällen, in denen eine Vasektomie durchgeführt wurde, sollte die Azoospermie auch durch Analyse der Samenprobe nachgewiesen werden. Andernfalls würde dies bedeuten, dass die Vasektomie nicht wirksam war.
Mehr zu Azoospermie lesen Sie hier: Was ist Azoospermie? Ursachen, Diagnostik und Behandlung.
Astenozoospermie bezieht sich auf eine Störung in der Mobilität der Spermien. Nach den WHO-Richtwerten sollten bei der Beurteilung der Samenqualität zwei Arten von Motilität berücksichtigt werden:
Um eine normale Probe zu erhalten, müssen mindestens 40% der Spermien mobil sein und 32% müssen eine progressive Mobilität erreichen. Ansonsten handelt es sich um einen Fall von Asthenozoospermie.
Je nach Schweregrad dieser Veränderung wird zwischen schwerer, mittlerer und leichter Asthenozoospermie unterschieden.
Wir empfehlen Ihnen diesen Artikel wenn Sie mehr darüber lesen wollen: Was ist Asthenozoospermie? Definition, Ursachen und Behandlung.
Die Teratozoospermie ist eine Veränderung in der Form von Spermien. Die normale Morphologie einer Spermie ist:
Bei mindestens 4% der Spermien mit diesen Eigenschaften liegt keine Veränderung in der Samenqualität des Mannes vor.
Wenn weniger als 4% der Spermien im Ejakulat morphologisch normal sind, spricht man von einer Teratozoospermie: Mehr als 96% der Spermien sind abnormal.
Wenn du mehr über diese Spermaveränderung erfahren möchtest, kannst du den folgenden Artikel lesen: Was ist Teratozoospermie? Ursachen, Arten und Behandlung.
Das Konzept der Hypospermie ist definiert als ein Samenvolumen von weniger als 1,5 ml nach der Ejakulation.
Nach den Referenzparametern der WHO sollte das Volumen einer normalen Ejakulation zwischen 1,5 und 6 ml liegen.
Zu den Ursachen, die abnormale Ejakulatvolumina hervorrufen, gehören Veränderungen in den Samenbläschen oder den Spritzkanälen.
Obwohl Hypospermie eine Ursache für männliche Sterilität sein kann, ist dies nicht immer der Fall. Der Hauptgrund dafür ist, dass der Mann bei angemessener Konzentration und Qualität der Spermien problemlos ein Kind zeugen kann.
Wenn Sie an diesem Thema interessiert sind, finden Sie umfassendere Informationen im folgenden Artikel: Hypospermie: wenn Männer wenig Ejakulat aufweisen.
Dieser Begriff bezieht sich auf eine hohe Anzahl von toten Spermien. Um diese Unfruchtbarkeitsursache bei Männern auszuschließen, müssen mindestens 58% der Spermien im Ejakulat lebendig sein.
Stellt man daher bei der Samenanalyse eine Sterblichkeitsrate von mehr als 58% fest, wird eine Nekrospermie diagnostiziert.
Es kommt häufig vor, dass aufgrund einer schlechten Spermienproduktion mehrere Samenveränderungen gleichzeitig auftreten. Dies kann z.B. folgendes verursachen:
Oligoastenozoospermie tritt auf, wenn die Konzentration zu gering und die Beweglichkeit der Spermien beim Betroffenen zu schlecht ist. somit handelt es sich bei Oligoasthenozoospermie um eine Kombination zwischen Oligospermie und Astenospermie.
Diese Samenproben haben eine Spermienkonzentration von weniger als 15 Millionen/ml und eine progressive Beweglichkeit der Spermien von weniger als 32%.
Männer mit Oligoasthenozoospermie haben Probleme mit der Zeugungsfähigkeit, da die Chancen geringer sind, dass Spermien die Eizelle befruchten.
Wenn Sie mehr Informationen zu dieser Beeinträchtigung möchten, klicken Sie hier: Was ist Oligoasthenozoospermie? Ursachen und Behandlungen.
Bei der Oligoastenoteratozoospermie treten folgende Kombinationen auf:
Die Zeugungsfähigkeit bei dieser Samenveränderung hängt von der Schwere der Störung ab. Daher ist eine eingehende Diagnostik notwendig, um die beste Kinderwunschbehandlung festzulegen.
Die Spermienqualität ist einer der entscheidenden Faktoren bei der Indikation für Behandlungen der assistierten Reproduktion. Daher wird sie in Abhängigkeit davon und in Abwesenheit anderer Veränderungen, die den Schwangerschaftserfolg erschweren, folgendes angezeigt:
Jedoch sollte jeder Fall vor einer Kinderwunschbehandlung individuell beurteilt werden, denn bei jedem Paar spielen andere Faktoren, wie die Krankengeschichte des Paares oder die Fruchtbarkeit der Frau, eine Rolle.
Ja, solange die Anzahl der mobilen Spermien (REM) größer als 5×106 Spermien/ml ist, hängt aber auch von anderen Faktoren wie dem Alter oder der Dauer der Unfruchtbarkeit der Patientin ab.
Bei dieser Störung kann leider keine Schwangerschaft auf natürliche Weise erreicht werden, da sich keine Spermien im Ejakulat befinden.
Handelt es sich jedoch um eine obstruktive Azoospermie, kann das Sperma durch eine Hodenbiopsie gewonnen werden und dank assistierter Reproduktionstechniken Eltern werden.
Die einzige Möglichkeit, diese Veränderungen zu diagnostizieren, ist das Seminogramm. Dies muss von Fachleuten durchgeführt werden, entweder in einer Kinderwunschklinik oder in einem Labor für klinische Analysen.
Bei der Diagnostik von Sterilität ist das Spermiogramm der Test schlechthin um die Spermienqualität zu untersuchen. Wenn Sie wissen möchten, welche Werte analysiert werden oder wie das Seminogramm durchgeführt wird, empfehlen wir Ihnen, diesen Artikel zu lesen: Was ist das Seminogramm und wie wird es Schritt für Schritt durchgeführt?
Wenn Sie wissen möchten, wie männliche Infertilität behandelt wird, lesen Sie hier weiter: Wie wird männliche Infertilität behandelt?
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