Hypospermie: wenn Männer wenig Ejakulat aufweisen

durch (embryologin), (gynäkologin), (embryologin) Und (psychologin).
Aktualisiert am 14/01/2026

Hypospermie ist eine krankhafte Veränderung des Samens die auf eine geringe Ejakulatsmenge zurückgeht. Das betroffene Merkmal ist in diesem Fall das Ejakulatvolumen, das unter 1,5 Milliliter (ml) liegt.

Hypospermie kann eine Ursache für männliche Unfruchtbarkeit darstellen, sollten Schwierigkeiten bei der Empfängnis vorliegen. Die ist jedoch nicht immer der Fall, denn wenn die Konzentration und Qualität der Spermien gut sind, ist der Mann ohne Einschränkungen zeugungsfähig und kann Kinder bekommen.

Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.

Was ist Hypospermie?

Als Hypospermie wird bezeichnet, wenn ein niedriges Ejakulatvolumen besteht, das unter 1,5 ml liegt. Der Test zur Bestimmung der Samenmenge und zur Diagnose von Hypospermie oder anderen Problemen in der Spermienqualität ist das Spermiogramm.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird bei einem Wert von zwischen 1,5 und 6 ml von einem normalen Ejakulatvolumen gesproche.

Wenn jedoch die Ejakulatsmenge sehr knapp oder praktisch nicht vorhanden ist, haben wir es mit einem Fall von Aspermie zu tun. Dies ist in der Regel auf eine Blockade oder retrograde Ejakulation zurückzuführen.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema lesen möchten, finden Sie weitere Informationen im folgenden Artikel: Männliche Unfruchtbarkeit aufgrund eines post-testikulären Faktors.

Ursachen

Erstens nimmt die Spermienmenge im Laufe der Jahre aufgrund der Alterung des Mannes allmählich ab. Dies ist ein natürlicher Prozess und nicht mit einer Krankheit oder einem Leiden verbunden.

Andererseits kann eine Hypospermie durch die folgenden Faktoren verursacht werden:

Partielle retrogarde Ejakulation
das Sperma gelangt bei der Ejakulation in die Blase. Dies kann auf eine Missbildung der Harnröhre oder Einnahme von Medikamenten zur Prostatahypertrophie zurückzuführen sein. Es kann auch bei Patienten auftreten, da an der Prostata operiert wurden.
Fehlen des Samenleiters und der Samenblasen
als Folge einer Krankheit genetischen Ursprungs.
Verstopfung der Samenleiter
aufgrund einer Entzündung oder Infektion der Ejakulationswege wie Prostataentzündung oder Varikozele.
Androgeninsuffizenz
ein Defizit an Sexualhormonen wie Testosteron.
Sympathikusdenervation
Verlust von Nervenimpulsen an den Penis.
Häufige Ejakulation
Verschwendung von Sperma bei mehrfachem täglichen Samenerguss.
Blasenhalsoperation
bei Patienten, die Schwierigkeiten beim Wasserlassen haben..

Studien haben gezeigt, dass Männer, die rauchen oder übergewichtig sind, auch ein geringeres Ejakulatvolumen haben.

In jedem Fall sollte ein Urologe mögliche Fälle von Hypospermie beurteilen mit dem Ziel, schwerwiegendere Komplikationen zu erkennen, die möglicherweise unbemerkt bleiben.

Hypospermie und Kinderwunsch

Um die Spermienqualität in einem Spermiogramm zu untersuchen, muss der Patient zwischen 3 und 5 Tagen sexuell abstinent bleiben. Ejakuliert der Patient vor diesem Zeitpunkt und ist das Ejakulatvolumen niedriger als normal, kann es sein, dass die Hypospermie darauf zurückzuführen ist und nicht auf größere Probleme.

Die Messung der Menge oder des Ejakulatvolumens sollte mindestens drei Tage nach der letzten Ejakulation erfolgen, um eine Hypospermie zu diagnostizieren.

Andererseits bedeutet das Leiden an Hypospermie nicht unbedingt, dass es ein Sterilitätsproblem gibt. Wenn der Mann eine geringe Ejakulation aufweist, kann die Gesamtmenge der Spermien im Ejakulat geringer sein als bei einem Mann ohne Hypospermie. Es ist jedoch möglich, dass die Anzahl der Spermatozoen pro Milliliter gut ist und dass sie eine adäquate Morphologie und Motilität aufweisen.

Im umgekehrten Fall kann ein Mann mit einem größeren Ejakulatvolumen, aber schlechter Spermienmotilität und/oder -morphologie die gleichen Chancen auf eine Schwangerschaft haben wie ein Mann mit Hypospermie, dessen Spermien jedoch besser sind und eine hohe Befruchtungsfähigkeit haben.

Obwohl die Hypospermie meistens mit einer Oligospermie oder einer niedrigen Spermienkonzentration zusammenhängt, ist dies nicht immer der Fall.

Wenn Hypospermie eine Schwangerschaft erschwert oder verhindert, können folgende Lösungen versucht werden:

Ärztliche Behandlungen

Es gibt keine bestimmte Behandlung mit der die Spermienproduktion begünstigt wird. Es gibt nur unterschiedliche handelsübliche Pillen oder Nahrungsergänzungsmittel, die helfen können, die Spermienqualität zu verbessern.

Wird ein ungenügendes Ejakulatvolumen durch eine Erkrankung der Samenblase oder der Prostata verursacht, könnte ein chirurgischer Eingriff durchgeführt werden. Trotzdem ist es nicht immer möglich, das endgültige Ejakulatvolumen zu erhöhen.

Assistierte Reproduktion

Wenn bei der Samenanalyse neben der Hypospermie noch andere Probleme diagnostiziert werden, wie z.B. eine geringe Beweglichkeit (Asthenospermie) oder morphologische Veränderungen (Teratospermie), ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft stark reduziert.

Daher muß je nach den ermittelten Parametern auf Techniken der assistierten Reproduktion wie künstliche Befruchtung (AI) oder In-vitro-Fertilisation (IVF) zurückgegriffen werden.

Würde Aspermie oder ein völliges Fehlen von Ejakulat vorliegen, müssten vor einer Kinderwunschbehandlung spezielle Techniken zur Spermiengewinnung angewendet werden, wie z.B. Nebenhodenabsaugung oder Hodenbiopsie.

Tipps zur Steigerung des Spermavolumens

Wie bereits erwähnt, gibt es keine Behandlung, mit der die Spermienproduktion gesteigert werden kann. Dennoch kann die Umstellung einiger Lebensgewohnheiten helfen. Im Folgenden werden einige Empfehlungen zur Erhöhung des Samenvolumens aufgeführt:

  • Eine ausgewogene Ernährung einhalten.
  • Täglich mindestens zwei Liter Wasser trinken.
  • Regelmäßig Sport treiben.
  • Stress vermeiden.
  • Alkohol, Tabak oder andere Drogen meiden.
  • Keine enge Kleidung tragen.

Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, dass Zink ein Mineral mit antioxidativen Eigenschaften ist. Daher kann der Verzehr von zinkreichen Lebensmitteln, wie zum Beispiel Austern oder Nüssen, für das Samenvolumen vorteilhaft sein.

Fragen die Nutzer stellten

Ist eine Behandlung der Hypospermie notwendig?

Hypospermie ist definiert als eine Abnahme des Ejakulatvolumens auf unter 2,5 ml. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte die normale Samenmenge eines gesunden Mannes zwischen 1,5 und 6 ml der gesamten ejakulierten Flüssigkeit betragen.

Die Behandlung richtet sich in erster Linie nach der spezifischen Ursache der Hypospermie, daher ist es wichtig, zunächst die Ursache zu ermitteln. Dies kann eine wiederherstellende Operation, eine Änderung der Lebensweise oder eine Umstellung der Medikation erfordern.

Welche Symptome deuten auf eine retrogarde Ejakulation hin?

Wenn ein Mann unter retrograder Ejakulation leidet, tritt das ejakulierte Sperma nicht aus dem Penis aus, sondern gelangt in die Blase. Daher können Symptome wie fehlende Ejakulation oder geringes Ejakulatvolumen und trüber Urin nach dem Geschlechtsverkehr auftreten (da dieser Sperma enthält).

Retrograde Ejakulation bedeutet jedoch nicht, dass der Mann Erektionsprobleme hat.

Kann eine niedrige Ejakulation auf eine frühere Ejakulation zurückzuführen sein?

Ja. Wenn nur eine geringe Menge oder ein geringes Volumen ejakuliert wird (Hypospermie), kann dies daran liegen, dass zuvor bereits ejakuliert wurde, ohne dass genügend Zeit blieb, damit sich das Spermavolumen wieder erholen konnte.

Daher wird vor der Durchführung eines Spermiogramms eine ejakulatorische Abstinenz von etwa 2-3 Tagen empfohlen, um die Spermienqualität korrekt beurteilen zu können.

Ebenso wird bei Kinderwunsch empfohlen, an den Tagen um den Eisprung der Frau herum jeden zweiten Tag Geschlechtsverkehr zu haben, um der Samenqualität Zeit zur Erholung zu geben.

Ist es normal, eine niedrige Ejakulationsstärke zu haben?

Es ist möglich, dass die Kraft oder Stärke der Ejakulation mit zunehmendem Alter des Mannes abnimmt, ebenso wie das Ejakulationsvolumen.

Ebenso kann eine ungesunde Lebensweise die Qualität des Spermas beeinträchtigen.

Steht Teratozoospermie in Zusammenhang mit Hypospermie?

Nein. Hypospermie ist der Begriff, der verwendet wird, um ein Spermavolumen unterhalb der Referenzwerte zu bezeichnen. Ein Mann leidet also an Hypospermie, wenn sein Ejakulatvolumen weniger als 1,5 ml beträgt. Hypospermie steht daher in Zusammenhang mit Oligospermie (oder Oligozoospermie), d. h. einer geringeren Spermienkonzentration.

Teratozoospermie hingegen besteht aus einem hohen Prozentsatz an Spermien mit morphologischen Veränderungen, d. h. mit abnormalen Formen.

Wenn der Mann jedoch beide Samenveränderungen, Hypospermie und Teratospermie, aufweist, ist er in einem viel höheren Maße unfruchtbar und die Möglichkeit einer natürlichen Schwangerschaft ist sehr begrenzt.

Was ist der Unterschied zwischen Hypospermie, Aspermie und Azoospermie?

Diese drei Begriffe beziehen sich auf unterschiedliche Störungen der Spermien. Erstens ist die Hypospermie durch ein geringes Samenvolumen beim Mann gekennzeichnet, nämlich weniger als 1,5 ml. Andere Spermaparameter können jedoch im normalen Bereich liegen.

Zweitens bedeutet Aspermie das völlige Fehlen der Ejakulation beim Mann. Sie wird daher auch als Anejakulation bezeichnet.

Unter Azoospermie schließlich versteht man das Fehlen von Spermien im Ejakulat. Der Mann ist in der Lage, eine normale Menge Sperma zu ejakulieren, aber es sind keine Spermien zu finden. Daher wäre eine Schwangerschaft auf natürliche Weise nicht möglich.

Lectura recomendada

Das Seminogramm ist der Test, der zur Diagnose von Hypospermie und anderen Spermienanomalien durchgeführt wird. Mehr zu diesem Thema lesen Sie hier: Was ist ein Spermiogramm?

Es gibt andere Ursachen der männlichen Unfruchtbarkeit, die zusammen mit der Hypospermie auftreten können. Hier finden Sie einige Informationen dazu, die für Sie von Interesse sein könnten: Spermienfaktor-Infertilität.

Kinderwunschbehandlungen können Paaren mit Fruchtbarkeitsproblemen helfen, schwanger zu werden. Wie eine Insemination oder IVF durchgeführt wird, können Sie im folgenden Artikel nachlesen: Methoden der assistierten Reproduktion.

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Literaturverzeichnis

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Youssef Maachi, Youssef Bentalb, Amine Zaki, Amine Slaoui, Tariq Karmouni, Abdellatif Koutani, Khalid Elkhader. Ejaculatory duct cyst mimicking post-TURP ejaculatory dysfunction: A diagnostic challenge in a patient with hemospermia and hypospermia. Urol Case Rep. 2025 Dec 16:64:103316. doi: 10.1016/j.eucr.2025.103316 (Sehen)

Fragen die Nutzer stellten: 'Ist eine Behandlung der Hypospermie notwendig?', 'Welche Symptome deuten auf eine retrogarde Ejakulation hin?', 'Kann eine niedrige Ejakulation auf eine frühere Ejakulation zurückzuführen sein?', 'Ist es normal, eine niedrige Ejakulationsstärke zu haben?', 'Steht Teratozoospermie in Zusammenhang mit Hypospermie?' Und 'Was ist der Unterschied zwischen Hypospermie, Aspermie und Azoospermie?'.

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Autoren und Mitwirkende

 Marta Barranquero Gómez
Marta Barranquero Gómez
Embryologin
Abschluss in Biochemie und Biomedizin an der Universität Valencia (UV) und spezialisiert auf Assistierte Reproduktion an der Universität Alcalá de Henares (UAH) in Zusammenarbeit mit Ginefiv und in klinischer Genetik an der Universität Alcalá de Henares (UAH). Mehr über Marta Barranquero Gómez
Zulassungsnummer: 3316-CV

Dr. Med. Mónica  Aura Masip
Dr. Med. Mónica Aura Masip
Gynäkologin
Dr. Mónica Aura hat einen Abschluss in Medizin und allgemeiner Chirurgie der Autonomen Universität Barcelona (UAB). Sie ist außerdem Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe am Hospital de Santa Creu y Sant Pau und hat einen Master-Abschluss in Human Assisted Reproduction der Universität Juan Carlos I. von Madrid und einen weiteren in Verwaltung von Gesundheitszentren der UB. Mehr über Dr. Med. Mónica Aura Masip
Zulassungsnummer: 080831588

 Silvia Azaña Gutiérrez
Silvia Azaña Gutiérrez
Embryologin
Hochschulabschluss in Gesundheitsbiologie an der Universität von Alcalá und Spezialisierung in klinischer Genetik an derselben Universität. Master-Abschluss in Assistierter Reproduktion von der Universität Valencia in Zusammenarbeit mit den IVI-Kliniken. Mehr über Silvia Azaña Gutiérrez
Zulassungsnummer: 3435-CV

Auf deutsch angepasst von:
 Cristina  Algarra Goosman
Cristina Algarra Goosman
Psychologin
Abschluss in Psychologie an der Universität Valencia (UV) und Spezialisierung in klinischer Psychologie am Europäischen Universitätszentrum sowie spezielle Ausbildung in Unfruchtbarkeit: Rechtliche, medizinische und psychosoziale Aspekte durch die Universität Valencia (UV) und ADEIT. Mehr über Cristina Algarra Goosman
Mitgliedsnummer: CV16874

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