Trigger: Die klassische Eisprung-Spritze ist möglicherweise nicht ideal

durch (embryologin).
Aktualisiert am 27/05/2026

Eine neue gemeinsame Untersuchung von Sheba Medical Center, Genea Fertility, Emek Medical Center, Technion Institute of Technology und der University of Haifa, geleitet von den Autoren Shmuel Somer, Simon Nothman, Shira Baram, Ido Izhaki, Nitzan Dana Sela und Ronit Beck-Fruchter, hat eine Technik beleuchtet, welche die Art und Weise der Eizellengewinnung bei assistierten Reproduktionsbehandlungen verändert.

Die Studie zeigt, wie eine kleine Anpassung in der abschließenden Medikation einen großen Unterschied bei den Ergebnissen der Befruchtung und der Embryonalentwicklung ausmachen kann.

Was ist der Trigger in der assistierten Reproduktion?

Bei jeder In-vitro-Fertilisation (IVF) ist der Schritt vor der Eizellentnahme als Trigger oder Eisprungauslösung bekannt. Historisch gesehen wurde dieser Schritt durch die Verabreichung eines einzigen Hormons namens hCG durchgeführt. Dieses Hormon wirkt als Ersatz für den natürlichen Hormonhöhepunkt im Körper, damit die Eizellen vor der Entnahme im Operationssaal vollständig heranreifen.

Die medizinische Wissenschaft schreitet jedoch voran und die Protokolle werden optimiert, um die Natur des menschlichen Körpers so genau wie möglich nachzuahmen.

Double Trigger: Die neue Revolution

Derzeit hat sich eine therapeutische Strategie herausgebildet, die als Double Trigger oder duale Auslösung bekannt ist. Anstatt eine einzige hCG-Injektion zu verwenden, wird hCG mit einem anderen Medikament namens GnRH-Agonist kombiniert.

Diese Studie analysierte rückwirkend die Daten von 1.291 In-vitro-Fertilisationszyklen, um zu überprüfen, ob diese doppelte Medikation im Vergleich zum klassischen Protokoll wirklich einen Vorteil darstellt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Verwendung des Double Triggers einen viel umfassenderen Stimulus für die Eizellreifung erreicht.

Von der Wissenschaft nachgewiesene Vorteile

Die in der Forschung gewonnenen Daten zeigen statistisch signifikante Vorteile zugunsten der Verwendung des Double Triggers in IVF-Zyklen:

  • Höhere Anzahl von Eizellen: Es wurde ein höherer Durchschnitt an insgesamt entnommenen Eizellen erzielt (7,50 gegenüber 6,12 bei der klassischen hCG-Injektion).
  • Mehr reife Eizellen: Die Anzahl der Eizellen, die das für die Befruchtung geeignete Reifestadium erreichten, war ebenfalls höher (5,67 gegenüber 5,01).
  • Weniger Abbrüche: Es gab eine signifikant geringere Anzahl von Zyklen, in denen keine Eizellen entnommen werden konnten (1,3 % gegenüber 3,8 %).
  • Bessere Befruchtungsrate: In Zyklen, in denen die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) angewendet wurde, stieg die Rate der befruchteten Eizellen deutlich an (64,93 % gegenüber 52,22 %).
  • Mehr Embryonen insgesamt: Am Ende des Laborprozesses erhielten die Patienten eine größere Anzahl verfügbarer Embryonen (2,43 gegenüber 2,00).

Eine Änderung im üblichen Protokoll

Der Anstieg der Anzahl an entnommenen, reifen und befruchteten Eizellen führt mit dem Double Trigger letztendlich zu einer höheren Anzahl von Embryonen. All dies bedeutet eine deutliche Verbesserung der Erfolgschancen der Behandlung.

Diese Ergebnisse zeigen, dass sich der Double Trigger durch die bessere Nachahmung der natürlichen hormonellen Umgebung des Körpers als sehr wertvolles klinisches Instrument positioniert, um den Erfolg der assistierten Reproduktion zu steigern.

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Literaturverzeichnis

Somer S, Nothman S, Baram S, Izhaki I, Sela ND, Beck-Fruchter R. Effect of Ovarian Stimulation and Trigger Protocols on Oocyte and Embryo Numbers-Real World Experience. J Clin Med. 2025 Aug 28;14(17):6096. doi: 10.3390/jcm14176096. PMID: 40943855; PMCID: PMC12429546. (Sehen)

Autor

 Silvia Azaña Gutiérrez
Silvia Azaña Gutiérrez
Embryologin
Hochschulabschluss in Gesundheitsbiologie an der Universität von Alcalá und Spezialisierung in klinischer Genetik an derselben Universität. Master-Abschluss in Assistierter Reproduktion von der Universität Valencia in Zusammenarbeit mit den IVI-Kliniken. Mehr über Silvia Azaña Gutiérrez
Zulassungsnummer: 3435-CV

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