Was ist ein Befruchtungsversagen?

durch (embryologin).
Aktualisiert am 01/02/2021

Von einer gescheiterten Befruchtung oder einem Befruchtungsversagen spricht man, wenn es zu keiner in vitro Befruchtung der Eizelle bei einer klassischen IVF oder ICSI kommt. Dieses Phänomen tritt normalerweise bei 11-15% der Behandlungen der künstlichen Befruchtung und 3% nach einem ICSI-Zyklus auf.

Nach der Follikelpunktion, bei der die Eizellen entnommen werden, wird diese im Labor befruchtet:

  • Wenn von Befruchtung mithilfe klassischer IVF die Rede ist, wird bei der Eizelle eine ausreichend hohen Konzentration von Spermien eingebracht, so dass die Befruchtung spontan erfolgt. Die Ei- und Samenzellen werden mehrere Stunden lang bebrütet und am nächsten Tag prüft das Laborteam, ob diese Eizellen befruchtet wurden.
  • Bei einer Behandlung durch FIV-ICSI,wird nach der Follikelpunktion ein Spermium in die Eizelle injiziert. Auf diese Weise wird die männliche Zelle in die Eizelle gedrückt. Diese Invasion garantiert jedoch nicht, dass die Eizelle und das Sperma einen Embryo erzeugen. Dieser Prozess kann gestört werden, was zu einer gescheiterten Befruchtung führen kann.

In Anbetracht dieses Phänomens oder bei einer geringen Befruchtung muss der Zyklus der Patientin untersucht und nach dem Grund der gescheiterten Befruchtung gesucht werden. Kommt keine Befruchtung nach einer klassischen IVF und ist die Unfruchtbarkeitsursache unbekannt, wird empfohlen, eine ICSI in den nächsten Zyklen durchzuführen.

Eine gescheiterte Befruchtung nach einer ICSI ist in der Regel auf eine schlechte Eizellen- oder Spermienqualität zurückzuführen.

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Autor

 Laura Parra Villar
Laura Parra Villar
Embryologin
Abschluss in Biologie an der Universität Valencia (UV) und Embryologin mit Master in Biotechnologie der Assistierten Reproduktion an der Universität Valencia in Zusammenarbeit dem dem Instituto Valenciano de Infertilidad (IVI). Mehr über Laura Parra Villar
Zulassungsnummer: 3325-CV

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