Was sind die wichtigsten Vorteile der In-vitro-Fertilisation?

durch (gynäkologin) Und (embryologin).
Aktualisiert am 18/02/2026
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Die In-vitro-Fertilisation (IVF) ist heutzutage bei Sterilität die am häufigsten genutzte Methode.

Beide Arten der IVF, die konventionelle IVF und die IVF-ICSI (intrazytoplasmatische Spermieninjektion), ermöglichen es vielen Frauen, schwanger zu werden, auch wenn sie oder ihr Partner ernsthafte Probleme mit der Fruchtbarkeit haben.

Die IVF bietet große Vorteile gegenüber niedrigkomplexen Behandlungen wie der künstlichen Befruchtung (IUI), kann aber auch einige Nachteile haben.

Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.

Vorteile der IVF

Bei der IVF unterzieht sich die Patientin einer Follikelstimulation um eine größere Anzahl von Eizellen zu erhalten, um so sie im Labor mit dem Samen des Partners oder anonymen Spenders zu befruchten.

Anschließend wird die Entwicklung der in der Kultur gewonnenen Embryonen beobachtet und schließlich wird der beste Embryo in die Gebärmutter der Frau übertragen, um eine Schwangerschaft zu erreichen.

Obwohl teuer, bietet dieser Prozess mehrere Vorteile weshalb die IVF die am häufigsten verwendete Kinderwunschbehandlung in allen Kinderwunschkliniken ist.

Derzeit bestehen 25% der Behandlungen in Deutschland aus IVF-Zyklen. Im folgenden Abschnitt erklären wir ihre Vorteile im Vergleich zu anderen Methoden wie der Insemination.

Erfolgsraten

Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft ist bei der IVF deutlich höher als bei der künstlichen Insemination.

Der Erfolg der IVF hängt von mehreren Faktoren ab, aber das Alter der Frau ist einer der Schlüsselfaktoren.

Hier sind die Erfolgsraten gemäß dem letzten Bericht der SEF (Spanische Fertilitätsgesellschaft) für das Jahr 2023 für jede festgelegte Altersgruppe unter Verwendung eigener frischer Eizellen und des Samens des Partners:

Frauen <35 Jahre
die Schwangerschaftsrate pro Transfer bei IVF-ICSI liegt bei 42,1 %, während die Schwangerschaftsrate pro Zyklus bei der künstlichen Insemination 13,5 % beträgt.
Frauen 35-39 Jahre
die Schwangerschaftsrate pro Transfer bei IVF-ICSI liegt bei 34,9 %, während die Schwangerschaftsrate pro Zyklus bei der künstlichen Insemination 13,0 % beträgt.
Frauen ≥40 Jahre
die Schwangerschaftsrate pro Transfer bei IVF-ICSI liegt bei 21,9 %, während die Schwangerschaftsrate pro Zyklus bei der künstlichen Insemination 8,2 % beträgt.

Offensichtlich ist bei Frauen im fortgeschrittenen mütterlichen Alter, die bereits eine verminderte Eizellqualität aufweisen, der Erfolg der IVF gefährdet, und folglich wird es notwendig sein, ergänzende Techniken wie den genetischen Präimplantationstest (PGT) oder die Eizellspende anzuwenden, um eine Schwangerschaft zu erreichen.

Die statistischen Daten in diesem Artikel dürfen nicht dazu verwendet werden, um eine bestimmte Ergebniswahrscheinlichkeit für eine bestimmte Person innerhalb einer Risikogruppe anzudeuten oder vorherzusagen.

Anforderungen

Für die IVF werden die Eizellen direkt aus dem Eierstock mittels einer Follikelpunktion gewonnen. So können Patienten mit verstopften Eileitern diese Behandlung ohne Beeinträchtigung der Erfolgsrate durchführen.

Das Gleiche gilt für sterilisierte Frauen, deren Eileiter nicht durchlässig sind. Die einzig mögliche Behandlung dieser Patientinnen, die ihre Sterilisierung bereuen, ist die IVF.

Außerdem erfordert die IVF keine regelmäßigen Menstruationszyklen oder spontanen Eisprung, da dies alles mit Hormonmedikamente gesteuert wird.

Embryonenqualität

Einer der wichtigsten Vorteile der IVF ist, die Entwicklung der Embryonen von der Befruchtung bis zum Transfer täglich zu beobachten.

Dies ermöglicht es, bestimmte qualitätsbezogene Parameter ihrer Morphologie zu bewerten, wie beispielsweise die folgenden:

Dabei wird jedem der Embryonen ein Qualitätsgrad zugeordnet, um denjenigen auszuwählen, der die beste Chance auf eine Implantation hat.

Vitrifikation

Die Vitrifikation ist eine Gefriertechnik bei Eizellen und Embryonen, die eine sehr hohe Überlebensrate gewährleistet und die die IVF-Zyklen stark optimiert hat.

Nach der Follikelstimulation und der Befruchtung im Labor werden mehrere Embryonen gewonnen, die bei entsprechender Qualität für den Transfer in die Gebärmutter geeignet sein können. Das Embryonenschutzgesetz erlaubt jedoch nur den Transfer von maximal 3 Embryonen. In einem IVF-Zyklus werden nur soviel Embryonen gezeugt, wie in die Gebärmutter der Patienten übertragen werden sollen. Damit soll ein Überschuss an Embryonen verhindert werden, da nach dem Embryonenschutzgesetz das Einfrieren von Embryonen nur in besonderen Ausnahmefällen erlaubt ist.

Im Gegensatz dazu ist es aber erlaubt, unbefruchtete Eizellen oder Eizellen im Vorkernstadium einzufrieren. Damit können sie für künftige Embryotransfers aufgehoben werden und die Patienten spart sich eine erneute Stimulationsbehandlung und muss nur ihre Gebärmutterschleimhaut auf den Transfer vorbereiten.

Darüberhinaus kann mit dem Einfrieren von Eizellen die Fruchtbarkeit von Frauen erhalten werden, sollten sie sich für eine später Mutterschaft entscheiden. Auf diese Weise wird eine gute Eizellenqualität und Schwangerschaftsrate garantiert, sobald die Patientin einen IVF-Zyklus beginnt.

Wenn Sie mehr über diese Methode erfahren möchten, empfehlen wir diesen Post: Kryokonservierung und Vitrifizierung von Keimzellen und Embryonen.

PID

Paare, die eine PID an ihren Embryonen durchführen müssen, sowohl wegen des Risikos, eine genetische Krankheit auf ihre Nachkommen zu übertragen, als auch wegen möglicher Chromosomenveränderungen, die zu Fehlgeburten führen könnten, müssen sich zwangsläufig einer IVF-Behandlung unterziehen.

Tatsächlich ist die zur Durchführung der PID verwendete Technik IVF-ICSI, die mehr zusätzliche Vorteile als die konventionelle IVF hat.

Die PID ermöglicht die Identifizierung von Embryonen mit einer Mutation in ihrer DNA, die verworfen werden, und gewährleistet den Transfer genetisch gesunder Embryonen in die Gebärmutter der zukünftigen Mutter.

Alle Details zu dieser Behandlung erfahren Sie im folgenden Artikel: Was ist die Präimplantationsdiagnostik?

Schwerer männlicher Faktor

Für eine natürliche Schwangerschaft ist es notwendig, dass der Mann eine optimale Samenqualität mit einer hohen Konzentration an mobilen Spermien und einer guten Morphologie aufweist.

Wenn diese Parameter stark beeinträchtigt sind, was zu schweren Problemen bei der männlichen Unfruchtbarkeit führt, ist die einzig mögliche Technik zur Sicherstellung der Schwangerschaft die IVF-ICSI.

Zum Beispiel konnten Männern dank der IVF bei folgenden Fruchtbarkeitsproblemen Väter werden:

Männer, denen Spermien im Ejakulat fehlen, sei es aufgrund von Vasektomie oder anderen Sterilitätsproblemen, müssen die Spermienprobe durch eine Nebenhodenbiopsie oder Hodenbiopsie entnehmen. Da diese Spermien von sehr schlechter Qualität sind, muss die Befruchtung unbedingt durch Spermienmikroinjektion erfolgen.

Auf der anderen Seite ist es für Männer, die sich einer Krebsbehandlung unterziehen wollen, wichtig, dass sie zunächst eine Samenprobe aufbewahren falls sie später einen Kinderwunsch haben.

Diese tiefgefrorenen Spermaproben können sowohl für die IUI als auch für die IVF verwendet werden. Da sie jedoch als wertvolle Spermaproben betrachtet werden, wird die IVF häufiger durchgeführt, da sie größere Erfolgsraten bietet.

Fragen die Nutzer stellten

Hat es irgendwelche Vorteile die IVF mit einer PID zu kombinieren, auch wenn keine Indikation vorliegt?

Sie ist immer ein weiteres Werkzeug, das uns noch mehr Informationen liefert. Bei der PID handelt es sich um eine Technik, die es uns ermöglicht, chromosomal normale Embryonen auszuwählen, und somit die Schwangerschaftsrate für jeden übertragenen Embryo erhöht und das Risiko einer Fehlgeburt reduziert.

Welche Vorteile hat die IUI gegenüber der IVF?

Die künstliche Befruchtung gilt als eine wenig komplexe Fertilitätsbehandlung, da sie in der Arztpraxis durchgeführt wird und die Stimulation der Eierstöcke mild ist, wodurch die Möglichkeit von Nebenwirkungen verringert wird. Außerdem sind die Kosten für die künstliche Befruchtung im Vergleich zur IVF geringer.

Die In-vitro-Fertilisation (IVF) hingegen ist eine hochkomplexe Fertilitätsbehandlung, die teurer ist und ein höheres Risiko für Nebenwirkungen birgt, da für die Stimulation der Eierstöcke eine größere Menge an Hormonpräparaten verwendet wird.

Ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, mit der IVF Zwillinge zu bekommen?

Eines der möglichen Risiken von Behandlungen der assistierten Reproduktion wie der In-vitro-Fertilisation (IVF) ist die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft. Allerdings wird zunehmend die Übertragung eines einzigen Embryos gewählt, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft und die damit verbundenen Risiken verringert werden.

Gibt es irgendwelche Vor- oder Nachteile in der ICSI gegenüber der normalen IVF?

Der Begriff „In-vitro-Fertilisation” bezieht sich darauf, dass die Vereinigung von Eizelle und Spermium (die Befruchtung) im Labor stattfindet. Dies kann auf zwei Arten erfolgen: konventionelle IVF oder ICSI-IVF.

Beide Techniken der assistierten Reproduktion sind hinsichtlich der Behandlung, der Medikation und des von der Patientin zu befolgenden Verfahrens identisch. In dieser Hinsicht gibt es keine Vor- oder Nachteile für eine konventionelle IVF oder eine ICSI.

Der Unterschied zwischen diesen beiden IVF-Methoden liegt in der Art und Weise, wie die Befruchtung erfolgt, d. h. in der Art und Weise, wie Eizelle und Spermium zusammenkommen.

Einerseits ist die konventionelle IVF weniger invasiv als die ICSI, da die Spermien aus eigener Kraft in die Eizelle eindringen müssen. Dies kommt dem biologischen Prozess näher und ermöglicht die natürliche Auswahl der Spermien mit dem größten Fortpflanzungspotenzial und damit der größten Chance, einen lebensfähigen Embryo zu erzeugen, aus dem sich ein gesundes Kind entwickeln kann.

Bei der ICSI hingegen ist es der Embryologe, der das Spermium mit Hilfe eines Mikroinjektors in die Eizelle einführt.

Die Kosten einer IUI sind ein wichtiger Aspekt für mich, habe jedoch eine undurchgängige Eileiter. Sollte ich deswegen besser eine IVF machen lassen?

Die Entscheidung darüber, welche Art der assistierten Reproduktionstechnik angewendet wird, hängt von der Patientin selbst ab, aber es ist wichtig, alle Vor- und Nachteile jeder einzelnen Technik zu prüfen.

Es stimmt, dass die geringeren Kosten der künstlichen Befruchtung (KB) einen Vorteil gegenüber der IVF darstellen. Wenn jedoch nur ein Eileiter durchgängig ist, verringert sich die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft durch künstliche Befruchtung.

Welche Vorteile einer In-vitro-Fertilisation gibt es für den Menschen?

Die In-vitro-Fertilisation oder IVF ist eine assistierte Reproduktionsbehandlung, dank der viele Frauen und/oder Paare ihren Kinderwunsch erfüllen können.

Daher ist die IVF eine der wichtigsten Fertilitätsbehandlungen, die bei der Lösung schwerwiegender Probleme der männlichen und/oder weiblichen Fertilität hilft.

Hat die IVF irgendwelche Nachteile?

Natürlich. Obwohl die IVF große Vorteile gegenüber anderen Fruchtbarkeitsbehandlungen wie der Insemination hat, hat sie auch einige Nachteile.

Erstens beträgt die Wirksamkeit der IVF-Behandlung nicht 100%, da auch Aspekte wie das Alter der Frau, die Qualität der Geschlechtszellen usw. berücksichtigt werden müssen.

Andererseits kann die IVF zu einer Mehrlingsschwangerschaft führen, was Risiken für die Frau und den Fötus birgt.

Darüber hinaus muss bei der IVF die Patientin Hormonpräparate einehmen, um die Entwicklung mehrerer Ovarialfollikel zu fördern. Diese Medikamente könnten zur Entwicklung eines ovariellen Überstimulationssyndroms führen. Daher treten bei einigen Frauen während der IVF-Behandlung Schwindel, Übelkeit, Bauchschmerzen usw. auf.

Für Sie empfohlen

In der Regel werden die Behandlungen der künstlichen Befruchtung und der In-vitro-Fertilisation verglichen, um herauszufinden, welche für jeden Patienten die beste ist. Wenn Sie mehr über die Unterschiede zwischen den beiden Verfahren lesen möchten, können Sie hier klicken: Unterschiede zwischen IUI und IVF.

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Literaturverzeichnis

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Sociedad Española de Fertilidad. Registro Nacional de Actividad 2023-Registro SEF (Sehen)

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