Eine aktuelle Studie der Forscher Aiping Zhang, Yanjun Shi, Yuzi Li, Xiaolong Li, Feifei Xu, Qianqian Hong, Feng Yue, Bin Wang, Haofei Shen und Xuehong Zhang vom The First Hospital of Lanzhou University, der Lanzhou University, dem Key Laboratory for Reproductive Medicine and Embryo Gansu Province und der Gansu University of Traditional Chinese Medicine hat die Auswirkungen der Ernährung auf die Fruchtbarkeit beleuchtet.
Die Forschung untersuchte den Zusammenhang zwischen den Vitamin-D-Spiegeln im Blut und im Follikelwasser mit den Laborergebnissen der In-vitro-Fertilisation (IVF) bei Patientinnen mit niedriger Eierstockreserve.
Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.
Vitamin D und Eizellqualität
Das wissenschaftliche Team analysierte insgesamt 145 Frauen, die sich mitten im Fortpflanzungsprozess befanden. Die Ergebnisse zeigten, dass Patientinnen, bei denen eine niedrige Eierstockreserve diagnostiziert wurde, im Vergleich zu Frauen mit einer normalen Eierstockreserve signifikant niedrigere Vitamin-D-Spiegel aufwiesen, sowohl im Blutserum als auch im Follikelwasser.
Darüber hinaus wurde eine starke positive Korrelation bestätigt: Der Vitamin-D-Spiegel im Blut weist ein hohes Maß an Übereinstimmung mit der Menge dieses Vitamins in der Flüssigkeit auf, die die Eizelle umgibt und nährt (das Follikelwasser).
Diese Verbindung deutet darauf hin, dass der allgemeine Vitaminstatus des Körpers das Mikromilieu direkt beeinflusst, in dem sich die Eizellen entwickeln, bevor sie befruchtet werden.
Direkter Einfluss auf die Befruchtung
Die aufschlussreichste Erkenntnis für den Alltag von Fruchtbarkeitsbehandlungen war, dass innerhalb der spezifischen Gruppe von Frauen mit niedriger Eierstockreserve diejenigen, die keinen Vitamin-D-Mangel aufwiesen, deutlich bessere Ergebnisse erzielten. Konkret wurden im Labor folgende Verbesserungen beobachtet:
- Signifikant höhere Eizellgewinnungsraten (95,0 % im Vergleich zu 84,6 % in der Gruppe mit Mangel).
- Höhere normale Befruchtungsraten nach der Vereinigung von Eizelle und Spermium (72,9 % im Vergleich zu 56,3 %).
Diese Daten unterstreichen, dass sich die Schlüsselrolle von Vitamin D anscheinend ganz spezifisch auf die Endphase der Eizellreifung und auf ihre Fähigkeit konzentriert, erfolgreich vom Spermium befruchtet zu werden.
Weniger Entzündungen und besseres Profil
Über den rein reproduktiven Bereich hinaus zeigte die Untergruppe der Patientinnen ohne Vitamin-D-Mangel günstigere Stoffwechselmarker. Sie wiesen deutlich höhere Werte des entzündungshemmenden und antioxidativen HDL-Cholesterins auf, das im Volksmund als gutes Cholesterin bekannt ist. Darüber hinaus zeigten sie niedrigere Werte des Schilddrüsen-stimulierenden Hormons (TSH) und der Blutsenkungsgeschwindigkeit.
Diese Indikatoren deuten darauf hin, dass ausreichend Vitamin D dabei hilft, Entzündungen im Körper in Schach zu halten und die Schilddrüsenfunktion zu modulieren, wodurch ein günstigeres Umfeld geschaffen wird, damit die Eizelle richtig heranreifen kann.
Die Zukunft der IVF-Behandlungen
Dieses neue wissenschaftliche Szenario weist darauf hin, dass ein Vitamin-D-Mangel ein entscheidender und vor allem modifizierbarer Faktor sein könnte, um die Ergebnisse der In-vitro-Fertilisation bei Frauen mit niedriger Eierstockreserve zu verbessern.
Die standardisierte Ergänzung dieses Vitamins vor Beginn eines Zyklus der assistierten Reproduktion könnte als eine sehr kostengünstige, einfache und sichere komplementäre Strategie zur Optimierung des Behandlungserfolgs bei Patientinnen mit niedriger Eierstockreserve und Vitamin-D-Mangel angesehen werden.
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Literaturverzeichnis
Zhang A, Shi Y, Li Y, Li X, Xu F, Hong Q, Yue F, Wang B, Shen H, Zhang X. Association of lower serum and follicular fluid vitamin D levels with reduced fertilization rates in IVF patients with diminished ovarian reserve. Front Endocrinol (Lausanne). 2026 Apr 10;17:1750481. doi: 10.3389/fendo.2026.1750481. PMID: 42039123; PMCID: PMC13106542. (Sehen)
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