Im Bereich der assistierten Reproduktion ist die angemessene Aufbereitung des Spermas vor der Durchführung einer künstlichen Befruchtung (Insemination) ein grundlegender Schritt. Kürzlich hat ein großes Spezialistenteam, bestehend aus Tuyen N.D. Duong, Vinh Q. Dang, Tien K. Le, Anh T.L. Vu, Duy L. Nguyen, Toan D. Pham, Mai T. Nguyen, Phuong T.M. Nguyen, Tuan M. Vo, Chau T.H. Nguyen, Phuong T.B. Le, Anh H. Le, Cam T. Tran, Ben W. Mol, Lan N. Vuong und Tuong M. Ho, eine wichtige Studie zur Bewertung der besten Methoden veröffentlicht.
Diese internationale Untersuchung wurde in Zusammenarbeit mit renommierten Zentren wie dem IVFMD und dem HOPE Research Centre des My Duc Hospital, der Monash University, dem IVFMDPN des My Duc Phu Nhuan Hospital, der University of Aberdeen und der University of Medicine and Pharmacy at Ho Chi Minh durchgeführt.
Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.
Warum muss das Sperma aufbereitet werden?
Wenn ein Mann eine Samenprobe abgibt, enthält diese Samenplasma, Spermien unterschiedlicher Qualität und andere Zellarten. Um die Erfolgschancen der künstlichen Befruchtung zu erhöhen, wird im andrologischen Labor ein Verfahren durchgeführt, um die schnellsten und am besten geformten Spermien zu isolieren. Darüber hinaus entfernt dieser Prozess Elemente, die die Befruchtung behindern könnten.
Die beiden beliebtesten Techniken, die derzeit weltweit zur Spermienaufbereitung eingesetzt werden, sind Swim-up und Dichtegradienten.
Techniken: Swim-up und Gradienten
Obwohl beide Techniken der Spermienaufbereitung das gleiche Ziel verfolgen, funktionieren sie sehr unterschiedlich:
- Swim-up: Diese Technik basiert auf der natürlichen Fähigkeit der Spermien zu schwimmen. Die Probe wird in ein Kulturmedium gegeben und inkubiert, wodurch die beweglichsten und gesündesten Spermien nach oben schwimmen und sich so von denen trennen, die sich nicht bewegen.
- Dichtegradienten: Diese Methode isoliert die Spermien von höchster Qualität, indem sie die Kraft der Zentrifugation durch Medien mit unterschiedlichen Dichten nutzt. Beim Zentrifugieren der Probe gelingt es den funktionsfähigsten Spermien, den Filter zu passieren und sich von den Zellresten zu trennen.
Bei der Anwendung im Labor ist das Ziel immer, die Rückgewinnung der bestmöglichen Spermien zu maximieren, ohne ihnen während der Handhabung Schäden zuzufügen.
Ergebnisse zu Schwangerschaft und Geburt
Um festzustellen, welche Technik bessere Ergebnisse liefert, teilte die Studie 912 Paare zufällig in zwei gleiche Gruppen auf (456 für Swim-up und 456 für Dichtegradienten). Nach der Durchführung der künstlichen Befruchtung waren die Ergebnisse sehr interessant:
- 12,1 % der Paare in der Swim-up-Gruppe erreichten eine Lebendgeburt.
- 15,7 % der Paare in der Dichtegradienten-Gruppe erreichten eine Lebendgeburt.
Obwohl die Zahlen der Gradientenmethode etwas höher erscheinen, ist der Unterschied zwischen den beiden Techniken aus statistischer Sicht nicht signifikant.
Es gab auch keine nennenswerten Unterschiede hinsichtlich der geburtshilflichen und neonatalen Ergebnisse.
Welches ist die beste Methode bei der künstlichen Befruchtung?
Die gute Nachricht für alle, die sich einer künstlichen Befruchtung unterziehen, ist, dass beide Methoden, Swim-up und Dichtegradienten, sicher und effektiv sind. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass beide Techniken in den Kliniken gleichermaßen zur Spermienaufbereitung eingesetzt werden können.
Die Entscheidung, die eine oder andere Methode anzuwenden, liegt hauptsächlich bei den Laborfachkräften, die sich auf praktische Faktoren stützen, wie die Verarbeitungszeit, die ursprüngliche Qualität des Spermas und die Leichtigkeit der Standardisierung der Methode innerhalb der Klinikroutinen.
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Literaturverzeichnis
Duong TND, Dang VQ, Le TK, Vu ATL, Nguyen DL, Pham TD, Nguyen MT, Nguyen PTM, Vo TM, Nguyen CTH, Le PTB, Le AH, Tran CT, Mol BW, Vuong LN, Ho TM. Swim-up versus density gradients for sperm preparation in infertile couples undergoing intrauterine insemination: a randomized clinical trial. Hum Reprod. 2025 May 1;40(5):788-795. doi: 10.1093/humrep/deaf047. PMID: 40135621. (Sehen)
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