Das Endometrium-Mikrobiom beeinflusst den Erfolg der In-vitro-Fertilisation (IVF)

durch (embryologin).
Aktualisiert am 01/03/2026

Eine aktuelle wissenschaftliche Studie hat untersucht, wie sich die in der Gebärmutter vorhandenen Bakterien direkt auf Behandlungen der assistierten Reproduktion auswirken.

Diese umfangreiche Forschung wurde von den Autoren F. Giangrazi, J.A. Sugrue, V.M. Sularea, A.A.I. Brugman, M. Horan, M. Wingfield, D.A. Crosby, L.E. Glover und C. O'Farrelly durchgeführt. Um dies zu erreichen, haben mehrere renommierte Zentren und Institutionen zusammengearbeitet, darunter das Trinity College Dublin, das Institut Pasteur in Paris, das National Maternity Hospital in Dublin, die Merrion Fertility Clinic und das University College Dublin.

Die Ergebnisse zeigen, dass das zelluläre und bakterielle Gleichgewicht des Endometriums ein grundlegender Faktor für das Erreichen einer Schwangerschaft ist.

Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.

Mikrobiom und Fruchtbarkeit

Traditionell ging man davon aus, dass das Innere der Gebärmutter eine sterile Umgebung sei, aber heute weiß man, dass sie eine Gemeinschaft von Mikroorganismen beherbergt. Diese bakterielle Gebärmutterflora spielt eine lebenswichtige Rolle bei den Fortpflanzungsprozessen:

  • Frauen, die nach einer Fruchtbarkeitsbehandlung nicht schwanger werden, haben oft ein vielfältigeres endometriales Mikrobiom als normal.
  • Ein gesundes, der Schwangerschaft förderliches Endometrium wird hauptsächlich von Bakterien der Gattung Lactobacillus dominiert.
  • Die Abnahme von Laktobazillen wirkt sich negativ auf den Fortpflanzungserfolg aus.

Wenn die schützende Flora abnimmt, können andere Bakterien die Gebärmutter besiedeln und die idealen Bedingungen verändern, die der Embryo für eine korrekte Einnistung benötigt.

Bakterien, die eine Schwangerschaft erschweren

Dank einer fortschrittlichen Analyse der bakteriellen DNA konnten Spezialisten identifizieren, welche Mikroorganismen mit dem Ausbleiben einer Schwangerschaft und mit Implantationsversagen in Verbindung gebracht werden könnten:

  • Bei Frauen, die nach einer Behandlung der assistierten Reproduktion nicht schwanger wurden, wurde eine signifikant höhere Präsenz pathogener Bakterien wie Prevotella und Corynebacterium festgestellt.
  • Prevotella spp. gehört zu den Bakterien, die Butyrat, eine spezifische Stoffwechselsubstanz, produzieren.

Der Anstieg von Butyrat in der Gebärmutterhöhle hat direkte Folgen: Er verringert die Funktion der endometrialen Epithelbarriere und erhöht die Expression von Entzündungsmarkern, was es dem Embryo erschweren kann, einen geeigneten Platz zur Einnistung zu finden.

Die Rolle der Gebärmutterentzündung

Die Ansammlung schädlicher bakterieller Verbindungen wie Butyrat ruft eine starke "Abwehrreaktion" im Körper der Frau hervor:

  • Das Gewebe des Endometriums erfährt einen Anstieg der lokalen Entzündungswerte.
  • Butyrat verändert die Expression von Genen, die mit der Aufnahmefähigkeit der Gebärmutter zusammenhängen.
  • Dies würde eine falsche zelluläre Signalgebung verursachen, die den genauen Zeitpunkt verändert, an dem die Gebärmutter bereit ist, den Embryo aufzunehmen.

Indem wir verstehen, wie diese Bakterien die Gebärmutterbarriere verändern und Entzündungen auslösen, sind wir zweifellos der Entwicklung neuer Strategien zur Korrektur dieser mikrobiellen Flora vor dem Embryotransfer näher gekommen und erhöhen so die Chancen auf einen Fortpflanzungserfolg.

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Literaturverzeichnis

Giangrazi F, Sugrue JA, Sularea VM, Brugman AAI, Horan M, Wingfield M, Crosby DA, Glover LE, O'Farrelly C. Contribution of endometrial microbiome to inflammation-mediated infertility in women undergoing ART. Hum Reprod. 2026 Feb 3:deaf252. doi: 10.1093/humrep/deaf252. Epub ahead of print. PMID: 41633818. (Sehen)

Autor

 Silvia Azaña Gutiérrez
Silvia Azaña Gutiérrez
Embryologin
Hochschulabschluss in Gesundheitsbiologie an der Universität von Alcalá und Spezialisierung in klinischer Genetik an derselben Universität. Master-Abschluss in Assistierter Reproduktion von der Universität Valencia in Zusammenarbeit mit den IVI-Kliniken. Mehr über Silvia Azaña Gutiérrez
Zulassungsnummer: 3435-CV

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