Der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut spielt eine entscheidende Rolle bei künstlichen Befruchtungen und bei frischen oder gefrorenen Embryotransfers- sei es mit eigenen Embryonen oder gespendeten. Sie besteht in der Verabreichung von Hormonpräparaten, um die Einnistung des Embryos und damit die Schwangerschaft zu erleichtern.
Die Behandlung zum Aufbau der Gebärmutterschleimhaut besteht in diesen Fällen in der Regel hauptsächlich aus Progesteron und Östrogenen und kann je nach Medikament durch transdermale Pflaster, durch den Mund oder durch Vaginaleiern verabreicht werden.
Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.
Die Gebärmutterschleimhaut ist die Schicht, die das Innere der Gebärmutter auskleidet. Sie kümmert sich hauptsächlich um die Embryoeinnistung damit eine Schwangerschaft eintreten kann. Die Gebärmutterschleimhaut verfügt über zahlreiche Blutgefäße, da die Gebärmutter während der Schwangerschaft stark durchblutet werden muss.
Die Dicke der Gebärmutterschleimhaut variiert natürlicherweise während des Menstruationszyklus. Sie besteht je nach ihrer Funktion aus zwei unterschiedlichen Wachstumsstadien:
Wenn kein Embryo eingepflanzt wird, scheidet die Gebärmutterschleimhaut aus, verschwindet in Form der Menstruation und der Zyklus beginnt von neuem.
Diese Phasen sind stark reguliert und die Einnistung kann nur an bestimmten Tagen des Zyklus erfolgen. Diese Empfänglichkeitsphase der Gebärmutterschleimhaut ist das so genannte Einnistungsfenster und tritt gewöhnlich an den Tagen 19-21 des Zyklus auf.
Da die Empfänglichkeit nur wenige Tage anhält, ist es bei Kinderwunschbehandlungen besonders wichtig, den Embryotransfer an bestimmten Tagen des Zyklus durchzuführen, um sicherzustellen, dass die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung vorbereitet ist.
Bei einer Fruchtbarkeitsbehandlung versucht man den natürlichen Vorgang nachzuahmen, sie aber so weit wie möglich zu optimieren, um die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Dazu werden Medikamente - in der Regel Progesteron - vaginal zur Vorbereitung des Endometriums verabreicht.
Dieser Schritt wird normalerweise in jedem Zyklus durchgeführt. Je nach Art der Behandlung wird jedoch ein unterschiedliches Medikament verabreicht:
Falls die Empfängerin eine Eierstockfunktion hat, kann es notwendig sein, orale Kontrazeptiva oder GnRH-Analoga (wie Decapeptyl) zu verabreichen, um die endogene hormonelle Aktivität zu stoppen und die Behandlung nicht zu behindern. Manchmal kann sie auch im natürlichen Zyklus, d.h. ohne künstlichen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, durchgeführt werden indem die Hormone des Menstruationszyklus genutzt werden.
Es gibt dazu unterschiedliche Protokolle. Auch das Verabreichungsschema kann von Fall zu Fall variieren, da der Gynäkologe für jede Patientin ein bestimmtes Behandlungszeitraumund die am besten geeignete Medikation empfiehlt.
Mittels Ultraschallkontrolle überwacht man das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut um sicherzustellen, dass diese zum Zeitpunkt des Embryotransfers empfänglich ist. Progesteron wird weiterhin bis zur 12-20. Schwangerschaftswoche verabreicht.
Die assistierte Reproduktion erfordert, wie jede medizinische Behandlung, dass Sie der Professionalität der Ärzte und der Klinik, die Sie wählen, vertrauen, denn natürlich ist jede von ihnen anders.
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Die Gebärmutterschleimhaut spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Erzielung von Behandlungserfolgen in der assistierten Reproduktion. Sowohl die Qualität der Embryonen als auch die Dicke der Gebärmutterschleimhaut sind grundlegende Faktoren.
Es wurde viel Forschung über die optimale Dicke der Gebärmutterschleimhaut für eine Einnistung betrieben. Im Allgemeinen gelten Werte von 7 bis 10 mm als gut, damit sich Embryonen einnisten können. Werte unter 6 mm sind eine schlechte Prognose, da sie mit Einnistungsversagen zusammenhängen.
Das auf dem Ultraschall erkennbare Muster wird ebenfalls analysiert, da nur in Fällen, in denen drei Schichten auf dem Ultraschall zu sehen sind(trilaterales Endometrium), die Chancen auf eine Schwangerschaft als hoch eingestuft werden.
Es ist jedoch zu beachten, dass ein trilaterales Endometrium von 8 mm nicht automatisch bedeutet, dass sich die Embryonen mit 100%iger Sicherheit einnisten werden. Genauso gibt es wiederum Patientinnen, die mit 6 mm schwanger werden können. Jeder Fall muss individuell beurteilt und behandelt werden.
Neben der Dicke und dem Aussehen gibt es viele andere Elemente, die bei der Einnistung eine Rolle spielen. In diesem Prozess sind zum Beispiel auch folgende Faktoren besonders relevant:
Daraus wird ersichtlich, dass die Dicke und das Aussehen der Gebärmutterschleimhaut Faktoren sind, die berücksichtigt werden müssen, um den Erfolg einer Kinderwunschbehandlung vorherzusagen. Es ist jedoch schwierig, einen Cut-off-Punkt festzulegen um zu wissen, wann eine Einnistung stattfindet, da die Einnistung ein komplexer Prozess ist und darin mehrere Faktoren beteiligt sind. Am besten ist es daher, jeden Fall einzeln zu beurteilen un die Merkmale jeder Patientin auf persönliche Weise zu studieren.
Bei Zyklen mit gefrorenen Embryos bleiben die Schwangerschaftsraten pro Embryotransfer gleich, egal ob es sich um einen Natur- oder Ersatzzyklus (mit Medikamenten) handelt. In einem Spontanzyklus ist keine Medikamenteneinnahme notwendig, was die Behandlungskosten reduziert. Es ist jedoch weitaus komplizierter einen Embryotransfer im Naturzyklus festzulegen als in einem Ersatzzyklus.
In manchen Fällen können die Medikamente zum Aufbau der Gebärmutterschleimhaut einige Nebenwirkungen mit sich bringen, die jedoch nur sehr schwach ausfallen. Die häufigsten davon sind:
Ja, im Gegensatz zur Behandlung bei der Stimulation der Eierstöcke kann die Vorbereitung des Endometriums nur oral durchgeführt werden.
Östrogen kann zum Beispiel oral oder durch transdermale (Haut-)Pflaster eingenommen werden.
Im Falle von Progesteron kann dieses Hormon entweder oral oder mit Hilfe von Vaginaleiern eingenommen werden. Da die Nebenwirkungen der ersten Option unangenehmer sind, wird die zweite Option häufiger gewählt.
In einigen Fällen, in denen die Patientin über funktionierende Ovarien verfügt und keine oralen Kontrazeptiva verabreicht werden, kann es jedoch notwendig sein, GnRH-Analoga per Injektion zu verabreichen, um die endogene Hormonaktivität zu bremsen.
Die Hormone, die die Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut in der ersten Phase des Zyklus (proliferativ) fördern, sind Östrogene. Sie werden bei den meisten Behandlungen verabreicht, bei denen ein Embryotransfer in einem anderen Zyklus als dem der ovariellen Stimulation durchgeführt wird:
Wie wir gesehen haben, ist die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut der Schlüssel zur Erleichterung der Einnistung der Embryonen in die Gebärmutterschleimhaut. Wenn Sie mehr über diesen Prozess erfahren möchten, laden wir Sie ein, den folgenden Artikel zu lesen: Embryoneneinnistung Schritt für Schritt.
Um die Chancen für eine Einnistung zu erhöhen, ist es neben der richtigen Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auch wichtig, den Embryotransfer am richtigen Tag durchzuführen. Hier erklären wir Ihnen alles dazu: Wann und wie wird ein Embryotransfer durchgeführt?
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