Dank der künstlichen Befruchtung sind in den letzten Jahren zahlreiche Kinder zur Welt gekommen sowie Frauen oder Paare mit Fruchtbarkeitsproblemen Eltern geworden.
Trotzdem sind Frauen während einer IVF oder während einer Schwangerschaft durch IVF einem höherem Komplikationsrisiko ausgesetzt.
Konkret sind die größten Risiken einer IVF auf die Stimulierung der Ovarien und den intrauterinen Embryotransfer zurückzuführen. Dennoch gibt es auch andere Risiken, die mit dieser Fruchtbarkeitsbehandlung verbunden sind.
Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.
Die kontrollierte Überstimulierung der Ovarien besteht darin, Hormonpräparate zu verabreichen um das Wachstum zahlreicher Eibläschen in den Ovarien der Frau zu fördern.
Wenn sich im normalen Menstruationszyklus ein Follikel entwickelt, aus dem eine reife Eizelle hervorgeht, sollen durch Hormonmedikamente mehrere befruchtungsfähige Eizellen gewonnen werden, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen.
Sowohl die Verabreichung von Hormonen als auch das Verfahren zur Entnahme reifer Eizellen (Follikelpunktion) bergen jedoch gewisse Risiken, über die sich eine Frau vor Beginn einer IVF bewusst sein sollte:
Wenn Sie mehr Informationen über all diese Vorgänge, die während einer IVF stattfinden, benötigen, können Sie den folgenden Artikel lesen: Wie läuft eine IVF ab?
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Nachdem die Eizellen im Labor befruchtet wurden, ist es an der Zeit die Embryonen zu übertragen, damit sie sich in der Gebärmutter der Mutter einnisten und eine Schwangerschaft hervorbringen können. Das Embryonenschutzgesetz erlaubt jedoch nur den Transfer von maximal 3 Embryos. Trotzdem ist das Risiko hoch, mit Zwillingen schwanger zu werden.
Im Folgenden besprechen wir wie sich eine künstliche Befruchtung nachteilig auf eine Schwangerschaft auswirken kann:
Mehr zu den verschiedenen Formen der Schwangerschaftsabbrüche in den ersten Schwangerschaftsmonaten steht im folgenden Post: Die verschieden Formen einer Fehlgeburt.
Obwohl die häufigsten Risiken der IVF in der Regel die oben genannten sind, ist jede Fruchtbarkeitsbehandlung auch mit erheblichem Stress verbunden.
Im Fall der IVF kann diese reproduktive Option emotionalen und physischen Stress verursachen, aber auch auf finanzieller Ebene. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft beim ersten IVF-Versuch ist nicht garantiert, und manchmal ist es notwendig, mehrere IVF-Zyklen zu wiederholen, bis eine Schwangerschaft erreicht ist. Dies bedeutet eine große finanzielle Investition, die bei den Patienten Stress auslösen kann.
Andererseits besteht die Möglichkeit, die IVF-Behandlung abbrechen zu müssen, weil beispielsweise nicht angemessen auf die Medikamente reagiert wird oder weil keine lebensfähigen Embryonen für den Transfer gewonnen werden. Fruchtbarkeitszentren sollten die Patienten auch vor Beginn der Behandlung über das mögliche Risiko eines Abbruchs der IVF informieren.
In jedem Fall ist es am wichtigsten, die Behandlungen der assistierten Reproduktion zu optimieren, um die Möglichkeit von Nebenwirkungen und Komplikationen so weit wie möglich zu reduzieren. Darüber hinaus ist es von entscheidender Bedeutung, die ärztlichen Anweisungen zu befolgen, um jegliches Risiko der IVF zu begrenzen.
Neben den möglichen Risiken, die unmittelbar mit dem IVF-Verfahren verbunden sind, ist es eine Tatsache, dass eine Behandlung im Rahmen der assistierten Reproduktion eine Vielzahl von Emotionen auslösen kann, mit denen die Patienten nur schwer zurechtkommen. Daher können Stress und Ängste auftreten, insbesondere in schwierigen Momenten wie der Wartezeit auf das Beta-Ergebnis oder bei der Mitteilung eines negativen Beta-Ergebnisses.
Aus diesem Grund verfügen viele Kliniken für assistierte Reproduktion mittlerweile über einen psychologischen Dienst, um Patienten, die dies benötigen, während ihrer Reproduktionsbehandlung zu begleiten.
Andererseits sind die Kosten für Behandlungen der assistierten Reproduktion hoch, was zu finanziellen Schwierigkeiten führen kann.
Die Dual-Stimulation (Dual Stim) ist ein Protokoll, bei dem in einem einzigen Zyklus zwei Stimulationsphasen durchgeführt werden – eine in der Follikelphase und eine weitere nach dem Eisprung, in der Lutealphase. Ziel ist es, in kurzer Zeit mehr Eizellen zu gewinnen, insbesondere bei Frauen mit niedriger ovarieller Reserve oder geringer Reaktion auf Stimulation.
Sind die Risiken höher als bei einer normalen Stimulation?
Im Allgemeinen sind die Risiken einer Dual-Stimulation ähnlich wie bei einer herkömmlichen ovariellen Stimulation:
Wichtiger Punkt:
Der Schlüssel liegt in der Personalisierung. Die Hormonmengen und der Zeitpunkt der Stimulation werden individuell an die Patientin angepasst. Die Dual-Stimulation wird nur dann empfohlen, wenn der Nutzen klar überwiegt – typischerweise bei Frauen mit niedriger Eizellreserve, um in kürzester Zeit mehr Chancen zu schaffen.
Die Dual-Stimulation ist nicht grundsätzlich riskanter, sollte aber nur unter strenger medizinischer Überwachung und bei geeigneten Patientinnen angewendet werden.
Einige Studien haben assistierte Reproduktionstechniken wie die IVF mit bestimmten angeborenen Fehlbildungen in Verbindung gebracht, doch die Ergebnisse sind umstritten, und es gibt keine eindeutigen Belege.
Zudem wäre es wichtig zu unterscheiden, ob diese möglichen Risiken durch die IVF-Behandlung verursacht werden oder eher mit dem Fruchtbarkeitsproblem zusammenhängen, das zur Notwendigkeit dieser Reproduktionsbehandlung geführt ha
Die Risiken für die Frau bei der intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) wären die gleichen wie die Risiken der konventionellen IVF, da beides unterschiedliche Techniken zur Durchführung einer In-vitro-Fertilisationsbehandlung sind. Zu diesen zählen:
Darüber hinaus ist es wichtig, den möglichen Stress und die Angst aufgrund der Fülle von Emotionen zu erwähnen, die eine reproduktive Behandlung hervorruft.
Die IVF ist eine weit verbreitete Methode der assistierten Reproduktion, doch wird ihre Ethik bis heute in Frage gestellt, da sie die Erzeugung von Embryonen im Labor und die Aussortierung einiger dieser Embryonen aufgrund mangelnder Lebensfähigkeit beinhaltet.
Zudem wird die ethische Debatte noch intensiver, wenn Techniken wie die PGT (Präimplantationsdiagnostik) bei den durch IVF gewonnenen Embryonen angewendet werden, da dies die Auswahl von Embryonen nach einer genetischen Analyse ermöglicht.
Ein weiteres Risiko der IVF ist die Möglichkeit, dass der Zyklus aufgrund von verschiedenen Komplikationen, die während der Behandlung auftreten können, abgebrochen werden muss. Welche das sind, erfahren Sie in folgendem Artikel: Warum wird eine künstliche Befruchtung abgebrochen?
Werden in einer IVF mehr als ein Embryo übertrage, erhöht sich das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft, die schwere Folgen für die Gesundheit von Mutter und Kind haben kann. In diesem Artikel erzählen wir um welche Risiken es sich dabei handelt: Risiken einer Mehrlingsschwangerschaft.
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