Von Uterusmyomatose spricht man, wenn in der Gebärmutter Myome auftreten- gutartige Tumore, die sich in der Gebärmutter aus ihrer glatten Muskulatur, dem Myometrium, entwickeln. Sie werden auch als Myome, Fibromyome oder Leiomyome bezeichnet. Die Behandlung hängt in erster Linie von den Symptomen, dem Alter und dem reproduktiven Wunsch der Frau ab.
Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.
Myome, auch Fibroide genannt, sind die häufigsten gutartigen Tumore bei Frauen. Normalerweise treten diese Tumore in größerer Zahl in der Gebärmutter auf, können aber auch einzeln vorkommen (solitäre Myome).
Sie können asymptomatisch sein, so dass man nicht weiß wie viele Frauen tatsächlich darunter leiden. Es wird jedoch geschätzt, dass 1 von 4 Frauen im gebärfähigen Alter davon betroffen ist. Sie werden in der Regel im Alter zwischen 30 und 40 Jahren diagnostiziert.
Ihre genauen Ursachen sind unbekannt; man weiß jedoch dass ihr Aussehen und Wachstum von den Hormonen des Menstruationszyklus beeinflusst wird, hauptsächlich von Östrogenen. Ein hormonelles Ungleichgewicht und ein erhöhter Östrogenspiegel im Körper können zum Auftreten eines solchen Tumors führen, der nichts anderes ist als das Wachstum einer abnormen Masse von Muskelgewebe.
Da nach der Menopause der Östrogenspiegel im Blut sinkt, bilden sich keine neuen Myome und die bereits bestehenden schrumpfen in der Regel, obwohl sie nicht komplett verschwinden.
Einige Studien haben auch festgestellt, dass Myome genetische Ursachen haben können, so dass es eine gewisse genetische Veranlagung dafür gibt.
Alle Myome stammen aus dem Myometrium. Allerdings unterscheidet man drei Arten von Myomen- je nachdem, wo sie sich befinden und in welche Richtung sie wachsen:
Darüber hinaus können subseröse und submuköse Myome gestielt werden, d.h. sie sind nur über einen feinen Stamm, den sogenannten Stiel, an der Gebärmutter befestigt. Wenn sich der Stiel verdreht, können starke Schmerzen auftreten.
Wie bereits erwähnt verursachen Fibromyome oft keine Symptome. Bei einigen Frauen können sie jedoch je nach Lage, Größe und Richtung des Tumorwachstums Folgendes verursachen:
Die Diagnose von Myomen erfolgt in der Regel durch eine körperliche Untersuchung des Beckenbereichs, gefolgt von einem abdominalen oder transvaginalen Ultraschall. Bei adipösen Patientinnen ist das Abtasten jedoch nicht so einfach, weshalb in diesem Fall eine Diagnose schwieriger ist.
Zur Bestätigung der Diagnose und um andere Arten von Veränderungen wie Eierstocktumore oder Entzündungen der Eileiter auszuschließen, können komplexere Methoden verwendet werden:
Die Behandlung der Myome hängt sowohl vom Alter der Patientin und ihrem Kinderwunsch als auch von der Größe und dem Gewicht der Myome ab. Asymptomatische und kleine Myome müssen nicht behandelt sondern nur überprüft werden.
Mit ihnen können operative Eingriffe verzögert oder vermieden werden. Die häufigsten darunter sind:
In Fällen, in denen die Symptome nicht medikamentös geheilt werden können, wird eine operative Behandlung gewählt. Es gibt mehrere Möglichkeiten:
Gebärmuttermyome stehen im Zusammenhang mit der Unfruchtbarkeit bei Frauen, obwohl nur bei ca. 1-2,4% der unfruchtbaren Patientinnen Gebärmuttermyome die Ursache für Unfruchtbarkeit sind. Submuköse Myome sind diejenigen, die eine Schwangerschaft erschweren, da sie sich direkt auf die Gebärmutterhöhle auswirken.
Eines der Probleme, die durch Myome verursacht werden, ist, dass sie die Eileiter unterdrücken können, was die Befruchtung der Eizelle verhindert. Sie können auch die Implantation in die Gebärmutterschleimhaut verhindern.
Außerdem sind diese Tumore mit wiederholten Fehlgeburten verbunden, da sie je nach Größe in der Gebärmutter die normale Entwicklung des Embryos behindern können.
Patientinnen im gebärfähigen Alter, die glauben, dass diese Störungen eine Schwangerschaft erschweren können, sollten sich einer Myomektomie unterziehen.
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Bei der Reprodutionsmedizin werden Myomen gegenüber konservative Behandlungsmethoden angewendet. Jedoch muss zuerst die Größe festgestellt werden und ob sie in die Gebärmutterhöhle eindringen.
Myome können unterschiedlich groß sein. Bei einigen ist ein Mikroskop notwendig, während andere so groß sind, dass sie die ganze Gebärmutterhöhle besetzen. Je nach Ort und Lage können sie mehr oder weniger Symptome verursachen.
Ja, einige Myome können sich in bösartige Tumore verwandeln, aber es ist sehr selten, da nur 0,5% es tun. Diese Tumore werden als Leiomyosarkome bezeichnet.
Einige der Hausmittel, die zur Heilung von Gebärmuttermyomen vorgeschlagen wurden, sind die Einnahme von Rizinusöl, Löwenzahn, Mariendistel, Ingwer- oder Rübensaft.
Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Studien, die die Wirksamkeit dieser naturheilkundlichen Behandlungen bestätigen. Wenn Sie eine myomatöse Gebärmutter haben und Symptome zeigen, wird daher empfohlen, auf konventionelle medizinische Behandlungen zurückzugreifen.
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