Von der Kinderwunschbehandlung bis zur Durchführung eines Schwangerschaftstests vergehen zwei Wochen, bei denen Frauen auf jedes noch so kleine Anzeichen auf eine Schwangerschaft achten. Dieser Zeitraum ist unter dem Begriff zwei Wartewochen bekannt.
In diesem Post geben wir Ihnen Tipps, wie Sie sich nach einer Insemination oder einer IVF verhalten- mit allem was Sie während dieser Zeit tun dürfen und was nicht.
Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.
Von der Übertragung des Samens mithilfe eines Katheters im Rahmen einer Insemination oder nach dem Embryotransfer im Rahmen einer künstlichen Befruchtung (IVF) müssen Paare 14 Tage auf den Schwangerschaftstest warten.
Während sich dieser Zeitraum theoretisch kurz anhört, können sich diese zwei Wochen für das Paar aufgrund der emotionalen Belastung extrem in die Länge ziehen.
Einerseits stellt sich eine gewisse Euphorie, Hoffnung und Vorfreude auf ein neues Familienmitglied ein; andererseits macht sich beim Paar aber auch Angst, Stress, Machtlosigkeit und Nervosität gegenüber eines möglichen negativen Schwangerschaftstestergebnis breit.
Dabei handelt es sich um die zwei Wartewochen und ist dem Hormon beta-hCG geschuldet, das im Schwangerschaftstest untersucht wird.
Das humane Choriongonadotropin (hCG) ist ein Hormon, das vom Embryo durch Einnistung in die Gebärmutter der Mutter und später durch die Syncytiotrophagen (Plazenta) freigesetzt wird.
Dieses Hormon fördert die Freisetzung von Progesteron durch den Gelbkörper, was die Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut und damit das Wachstum des Fötus ermöglicht.
Mit fortschreitender Entwicklung des Fötus steigt der Spiegel des Hormons Beta-hCG allmählich an, bis er im zweiten oder dritten Monat der Schwangerschaft zu sinken beginnt.
Aus diesem Grund wird empfohlen, mit der Durchführung eines Schwangerschaftstests mindestens 14 Tage zu warten, da die Hormonspiegel möglicherweise nicht ausreichen, um von den Messgeräten erfasst zu werden. Auf diese Weise ist das Ergebnis des Schwangerschaftstests zuverlässiger, und ein falsch positiv bzw. ein falsch negativ wird vermieden.
Zunächst einmal weisen wir daraufhin, dass die Symptome, die eine Frau während der zwei Wartewochen verspürt, nicht auf eine Schwangerschaft hinweisen. In den ersten Tagen hat sich der Embryo noch nicht einmal in die Gebärmutter eingenistet.
Nach einer Kinderwunschbehandlung stehen die Symptome in Zusammenhang mit den Nebenwirkungen der ovariellen Stimulation sowie mit dem Progesteron, das während dieser Zeit noch eingenommen wird.
Die Symptome während der zwei Wartewochen treten unabhängig davon auf, ob der Schwangerschaftstest positiv oder negativ ausfällt. Außerdem ist es ebenfalls möglich, während dieser Zeitspanne keine Symptome zu spüren.
Hier zählen wir einige der häufigsten Symptome während der zweiwöchigen Wartezeit auf:
Darüber hinaus berichten einige Frauen über andere Symptome wie einen trockenen Mund, vermehrten Durst und Hunger, Krämpfe und Durchfall, hohe Körpertemperatur, Krämpfe in der Gebärmutter, Blähungen, Akne und Pickel, allgemeines Unwohlsein usw.
Sobald die Insemination oder der Embryotransfer durchgeführt wurde, muss nur noch der Schwangerschaftstest abgewartet werden. Diese Zeit ist voller Höhen und Tiefen und für die werdenden Eltern nicht leicht.
Embryologin Aitziber Domingo gibt uns einige Ratschläge zum richtigen Verhalten nach einem Embryotransfer:
Wir sagen allen Patientinnen, dass sie ihren Alltag wie gewohnt nachgehen können, aber große Anstrengungen vermeiden sollen. Eine 24-stündige Erholungsphase wird empfohlen, bedeutet aber nicht, im Bett oder auf der Couch zu liegen, sondern einfach nur auf übermäßige körperliche Aktivitäten wie Sport zu verzichten.
Im nächsten Abschnitt geben wir noch weitere Tips, wie werdende Eltern am besten mit der zweiwöchigen Wartezeit umgehen:
Die Einhaltung dieser Tips hilft nicht nur, die zweiwöchige Wartezeit zu verkürzen, sondern kann auch helfen mit dem Schwangerschaftstestergebnis besser umzugehen.
Während der Wartewochen kann alles passieren. Von ausbleibende Symptome bis zu den typischen Schwangerschaftssymptomen wie Müdigkeit, Übelkeit, menstruationsähnliche Unterleibsschmerzen... Manchmal sind sogar leichte Blutungen möglich.
Die In-Vitro-Fertilisation besteht aus mehreren Phasen. Die erste davon ist die Stimulation des Eisprungs, die von der Menstruation bis zur Punktion der Eierstöcke (wenn die Eizellen aus dem Eierstock entnommen werden) reicht. Diese Phase dauert in der Regel zwischen 10-14 Tagen.
Nach der Entnahme der Eizellen beginnt die zweite Phase, die "Laborphase", in der die Eizellen befruchtet werden und die Embryonen sich entwickeln können. Embryonen können zwischen Tag 2 und 5 transferiert werden.
Wenn der Embryotransfer am 5. Tag der Entwicklung (Blastozystenstadium) durchgeführt wird, ist 10-12 Tage nach dem Transfer ein Schwangerschaftstest (b-HCG im Blut) vorgesehen. Dies wäre die Lutealphase von der Übertragung bis zum Schwangerschaftstest.
Bei einer Eizellspende können die Symptome geringer ausfallen, da die Frau keine Stimulationsbehandlung durchlaufen hat und daher weniger Hormonpräparate verabreicht wurden.
Im Allgemeinen wird eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch usw. empfohlen. Einige Spezialisten empfehlen Nüsse und proteinreiche Gelatine für diese Tage. Schinken wird nicht empfohlen, denn wenn Sie schwanger sind und die Toxoplasmose nicht bestanden haben, kann er schwerwiegende Auswirkungen auf den Fötus haben.
Was Getränke anbelangt, so ist es nicht empfehlenswert, Alkohol oder Erfrischungsgetränke zu trinken. Man sollte unbedingt auf eine gute Hydratation achten, indem man viel Wasser trinkt. Orangensaft ist auch empfehlenswert, da es einen hohen Gehalt an Mineralsalzen hat.
Die Symptome nach einem Embryotransfer sind die gleichen, unabhängig davon, ob die Embryonen 3 Tage alt oder Blastozysten waren. Im Falle der Blastozysten, da es sich um ein weiter entwickeltes Stadium handelt, werden die Wartewochen um einige Tage verkürzt. Es wird jedoch empfohlen, mit der Durchführung eines Schwangerschaftstests mindestens 10-12 Tage zu warten.
Ja, dies ist eine typische Nebenwirkung der Hormonmedikation zur Stimulation der Eierstöcke. Es ist auch normal, geschwollene Brüste zu haben und ein Zwicken im Bauch- und unteren Rückenbereich zu spüren.
Es ist in Ordnung, für ein paar Tage wegzufahren, um den Kopf frei zu bekommen, solange man nicht zu müde wird oder sich zu sehr anstrengt. Bei Übelkeit kann eine lange Autofahrt die Panik jedoch verstärken und mit Erbrechen enden.
In einer In vitro Fertilisation beginnt die zweiwöchige Wartezeit ab dem Embryotransfer. Wenn Sie mehr zu diesem Vorgang wissen möchten, empfehlen wir diesen Post: Der Embryotransfer.
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