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Was ist der häufigste Grund für männliche Infertilität?

durch Dr. Med. Blanca Paraíso (gynäkologin).
Letzte Aktualisierung: 06/02/2020

Die häufigste Ursache der männlichen Infertilität ist ein Defekt in der Spermienproduktion (Spermatogenese), der zu Seminogrammen mit geringer Spermienzahl oder geringer Beweglichkeit führt. Dies ist das Problem bei 65-80% der Männer mit Problemen in der Zeugungsfähigkeit.

Dies ist auf ein Hodenversagen zurückzuführen, und in der überwiegenden Mehrheit der Fälle kann die Ursache dafür nicht gefunden werden. In einem kleineren Prozentsatz der Fälle können wir dieses Versagen folgendermaßen erklären:

  • Gendefekte wie Mikrodelektionen des Y-Chromosoms oder das Klinefelter-Syndrom
  • Kryptorchismus: Die Schädigung der Spermatogenese bei Patienten mit einer Vorgeschichte mangelnder Hodenabsenkung hängt mit genetischen und hormonellen Ursachen zusammen, die bei einer frühen chirurgischen Intervention zur Hodenabsenkung teilweise reversibel sein können.
  • Veränderungen in den Hormonrezeptoren von Testosteron, Östrogenen oder FSH.
  • Krankheiten wie die myotone Dystrophie.
  • Varikozele, obwohl diese Patienten in der überwiegenden Mehrheit der Fälle normale Seminogramme (Normozoospermie) haben werden.
  • Hodeninfektionen aufgrund von Mumps, Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien, Gonokokken oder HIV.
  • Chemotherapie oder Strahlentherapie
  • Umweltverschmutzung
  • Rauchen

Andere weniger häufige Ursachen der männlichen Unfruchtbarkeit wären:

  • Idiopathische männliche Infertilität: Männer, die trotz normaler Seminogramme nicht zeugungsfähig sind (10-20%).
  • Obstruktive Azoospermie (5%): Bei diesen Patienten ist die Spermienproduktion auf Hodenebene normal, aber die Kanäle, die diesen Spermien den Austritt aus dem Ejakulat ermöglichen müssen, sind nicht durchlässig. Dies kann aufgrund von Infektionen, genetischen Veränderungen (wie z.B. Mukoviszidose) usw. geschehen./li>
  • Hormonelle Störungen (2-5%): ein Versagen auf der Hirnebene kann einen Hypogonadismus erzeugen, so dass der Hoden nicht die richtigen Befehle zur Durchführung einer korrekten Spermatogenese erhält. Dies kann auf angeborene Veränderungen, Tumorprozesse, den Gebrauch von Drogen wie Opioiden oder Cannabis, Übergewicht oder schwere systemische Erkrankungen zurückzuführen sein.
Hier können Sie den kompletten Artikel lesen: Welche Krankheiten führen zu Sterilität bei Männern? ( 24).
Dr. Med. Blanca Paraíso
Dr. Med. Blanca Paraíso
Gynäkologin
Medizinstudium und Promotion an der Universität Complutense Madrid (UCM). Diplom in Statistik in den Gesundheitswissenschaften. Facharzt für Gynäkologie und Assistierte Reproduktion.
Zulassungsnummer: 454505579
Gynäkologin. Medizinstudium und Promotion an der Universität Complutense Madrid (UCM). Diplom in Statistik in den Gesundheitswissenschaften. Facharzt für Gynäkologie und Assistierte Reproduktion. Zulassungsnummer: 454505579.