Eine aktuelle Studie hat signifikante Erkenntnisse darüber geliefert, wie sich Toxoplasmose auf die männliche reproduktive Gesundheit auswirkt. Die Forschung wurde von den Autoren Lisbeth Rojas-Barón, Leandro Tana-Hernandez, Mireille H. Nguele Ampama, Raúl Sanchéz, Ulrich Gärtner, Florian M. E. Wagenlehner, Christian Preußer, Elke Pogge von Strandmann, Carlos Hermosilla, Anja Taubert, María E. Francia und Zahady D. Velasquez geleitet.
Darüber hinaus wurde diese Forschung durch die Zusammenarbeit mehrerer Institutionen ermöglicht: Institute of Parasitology (Justus-Liebig-Universität Gießen, Deutschland), Laboratory of Apicomplexan Biology (Institut Pasteur de Montevideo, Uruguay), Center of excellence in Translational Medicine Scientific and Technological Bioresource Nucleus und Department of Preclinical Sciences (Universidad de la Frontera, Chile), Institute of Anatomy and Cell Biology und Clinic for Urology, Pediatric Urology and Andrology (Justus-Liebig-Universität Gießen), EV-Core Facility (Philipps-Universität Marburg, Deutschland) und das Department of Parasitology and Mycology (Universidad de la Republica, Uruguay).
Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.
Eine akute Infektion durch den Mikroorganismus Toxoplasma gondii kann direkte Folgen für die männliche Fruchtbarkeit haben. Dieser Parasit hat die Fähigkeit, direkt in den Hoden und Nebenhoden, den grundlegenden Organen für die Bildung und Reifung des Spermas, zu infizieren und sich zu vermehren.
Indem der Parasit diese Organe besiedelt, verändert er die übliche Struktur des Gewebes, verursacht Zellschäden und ermöglicht das Eindringen von Zellen des Immunsystems.
Diese Fähigkeit des Mikroorganismus, sich im Fortpflanzungsbereich niederzulassen, ist eine wichtige Erkenntnis, da sie die männlichen Fortpflanzungszellen in kritischen Phasen ihrer Entwicklung einem direkten Risiko aussetzt.
Eine der auffälligsten Entdeckungen der Studie ist, dass der Parasit physisch mit den menschlichen Spermien interagiert, was zu schweren Veränderungen führt. Zu den häufigsten strukturellen Defekten gehören die folgenden:
Die Forscher haben bestätigt, dass diese Auswirkungen auf das Spermium nicht dadurch entstehen, dass der Parasit toxische Substanzen an die Umgebung abgibt, sondern dass ein direkter Kontakt oder eine Anheftung zwischen dem Mikroorganismus und der männlichen Fortpflanzungszelle erforderlich wäre.
Um die Befruchtung zu erreichen, benötigt das Spermium eine große Menge an Energie, die von seinen Mitochondrien bereitgestellt wird, die als Motor der Zelle fungieren. Die Studie hat gezeigt, dass die Interaktion mit dem Parasiten zu einem Verlust des mitochondrialen Membranpotentials des Spermiums führt. Dies führt zum Zelltod, entweder durch Apoptose oder Nekrose.
Trotz dieser großen strukturellen und funktionellen Schäden deutet die Forschung darauf hin, dass die Infektion keine abnormalen Oxidationswerte (oxidativer Stress) in der Probe hervorruft. Ebenso wurde beobachtet, dass der Kontakt mit dem Parasiten die DNA-Fragmentierung der Spermien nicht erhöht und die Struktur des Kopfes, der für das Durchdringen der Eizelle verantwortlich ist, das sogenannte Akrosom, zunächst nicht verändert.
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Rojas-Barón L, Tana-Hernandez L, Nguele Ampama MH, Sanchéz R, Gärtner U, Wagenlehner FME, Preußer C, Pogge von Strandmann E, Hermosilla C, Taubert A, Francia ME, Velasquez ZD. Adverse impact of acute Toxoplasma gondii infection on human spermatozoa. FEBS J. 2025 Sep;292(17):4720-4736. doi: 10.1111/febs.70097. Epub 2025 May 3. PMID: 40318165; PMCID: PMC12414867. (Sehen)