Gefrorene vs. frische Embryonen: Hat die Vorbereitung der Gebärmutter einen Einfluss?

durch (embryologin).
Aktualisiert am 26/02/2026

Im Bereich der Reproduktionsmedizin hat die Verwendung des Transfers gefrorener Embryonen in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich zugenommen. Angesichts dieses Trends stellt sich für Patienten und Spezialisten eine entscheidende Frage: Gibt es Unterschiede in der Gesundheit des Neugeborenen zwischen einem Frisch- oder Kryotransfer? Und noch wichtiger: Wirkt sich die Medikation, die wir zur Vorbereitung der Gebärmutter verwenden, darauf aus? Um dies zu beantworten, hat eine aktuelle multizentrische australische Studie die Daten von mehr als 9.000 Babys analysiert.

Diese Untersuchung wurde von einem großen Team durchgeführt, bestehend aus Haowen Zou, Deirdre Zander-Fox, Nicole Au, Yanhe Liu, Beverley Vollenhoven, Mark P. Green und Rui Wang. Die Arbeit ist das Ergebnis der Zusammenarbeit mehrerer Institutionen: Monash University, Monash IVF Group, University of Adelaide, Fertility North, University of Western Australia, Monash Health, University of Melbourne und der University of Sydney.

Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.

Perinatale Ergebnisse nach Art des Transfers

Die Studie, die die Geburten von 8.081 Frauen, die sich zwischen 2015 und 2021 einer IVF unterzogen, retrospektiv analysierte, liefert sehr interessante Daten darüber, wie die Art des Transfers die Geburt und das Gewicht des Babys beeinflusst. Beim Vergleich der Geburten nach dem Transfer gefrorener Embryonen im Vergleich zu frischen Embryonen wurden einige Muster beobachtet.

Einerseits wurde der Transfer gefrorener Embryonen mit einer Verringerung bestimmter perinataler Risiken in Verbindung gebracht. Babys, die nach diesem Prozess geboren wurden, waren seltener Frühgeburten, hatten seltener ein niedriges Geburtsgewicht oder waren für ihr Gestationsalter zu klein. Diese Daten deuten auf ein in diesen spezifischen Aspekten günstiges intrauterines Umfeld nach der Kryokonservierung hin.

Dieselbe Studie ergab jedoch, dass der Transfer gefrorener Embryonen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für einen Kaiserschnitt, ein hohes Geburtsgewicht (Makrosomie) und große Babys für ihr Gestationsalter verbunden war. Daher ist es von grundlegender Bedeutung, dass die Patienten verstehen, dass jede Option ihre eigenen Nuancen und unterschiedlichen Sicherheitsprofile hat.

Spielt es eine Rolle, wie das Endometrium vorbereitet wird?

Eine der großen Fragen ist, ob die hormonelle Medikation (substituierter Zyklus) oder der natürliche Zyklus die Gesundheit des zukünftigen Babys beeinflussen. Die Forscher unterteilten die Zyklen mit gefrorenen Embryonen nach der verwendeten Methode der Endometriumvorbereitung:

Die wichtigste Erkenntnis dieser Untersuchung ist, dass die Unterschiede in Gewicht und Gesundheit des Neugeborenen unabhängig vom verwendeten Protokoll konstant blieben. Das heißt, die Verwendung von Hormonen oder die Durchführung eines natürlichen Zyklus veränderte das Risiko, ein größeres oder kleineres Baby zu bekommen, im Vergleich zu Frischzyklen nicht.

Dies deutet darauf hin, dass die beobachteten Variationen nicht auf die Medikamente zurückzuführen sind, die zur Vorbereitung des Endometriums verabreicht werden, sondern wahrscheinlich auf intrinsische Faktoren der Gefriertechnik oder den Zustand der Gebärmutter nach der ovariellen Stimulation in Frischzyklen.

Die Vitrifikation und das uterine Umfeld

Da die Endometriumvorbereitung nicht die Ursache für diese Gewichtsunterschiede zu sein scheint, weist die Studie in andere Richtungen. Eine Hypothese besagt, dass der Prozess der Vitrifikation (ultraschnelles Einfrieren) und Devitrifikation ("Auftauen") der Embryonen biologische Auswirkungen haben könnte, die die größere Größe der Babys erklären.

Andererseits kann im Frischzyklus das Umfeld der Gebärmutter durch die hohen Hormonspiegel verändert werden, die aus der ovariellen Stimulation resultieren, die zur Förderung der Entwicklung mehrerer Eierstockfollikel erforderlich ist. Dies könnte erklären, warum Babys aus Frischzyklen tendenziell ein geringeres Gewicht haben.

Diese Erkenntnisse würden den Spezialisten helfen, die Patienten besser zu beraten, indem sie die Risiken und Vorteile jeder Strategie individuell bewerten.

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Literaturverzeichnis

Zou H, Zander-Fox D, Au N, Liu Y, Vollenhoven B, Green MP, Wang R. Frozen versus fresh embryo transfer on perinatal outcomes—do endometrial preparation methods matter? Hum Reprod Open. 2026;2026(1):hoag002. (Sehen)

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