Dr. Med. Anaïs Kilian, Gynäkologin in der Klinik Vida Fertility Institute in Madrid, erklärt uns in diesem Video, wie ein kurzes Protokoll zur ovariellen Stimulation mit GnRH-Antagonisten funktioniert:
Wenn man mit einem IVF-Programm beginnt, kann das Stimulationsprotokoll am Anfang manchmal etwas kompliziert wirken. In diesem Video erkläre ich Ihnen einfach und Schritt für Schritt, wie ein kurzes Protokoll mit GnRH-Antagonisten abläuft – vom Beginn der Injektionen bis hin zur Eizellentnahme.
Die Stimulation beginnt in der Regel in den ersten Tagen des Menstruationszyklus. Die Patientin startet dann mit täglichen Hormoninjektionen, um die Eierstöcke zu stimulieren und dafür zu sorgen, dass sich mehrere Follikel gleichzeitig entwickeln können.
Nach einigen Tagen der Stimulation führen wir Kontrolluntersuchungen mittels Ultraschall durch und ergänzen diese manchmal durch Blutuntersuchungen. So können wir das Wachstum der Follikel überprüfen und die Behandlung bei Bedarf anpassen.
Nach einigen Tagen der Stimulation kommt in der Regel eine zweite Injektion hinzu: der GnRH-Antagonist. Seine Aufgabe ist ganz einfach: Er verhindert, dass der Eisprung zu früh stattfindet.
Anschließend beobachten wir die weitere Entwicklung der Follikel. Wenn diese ausreichend entwickelt und groß genug sind, planen wir die sogenannte Auslösespritze, auch Trigger genannt. Dabei handelt es sich um die letzte Injektion vor der Eizellentnahme. Sie sorgt dafür, dass die Eizellen die letzte Reifungsphase abschließen.
Etwa 34 bis 36 Stunden nach dem Trigger wird die Eizellentnahme durchgeführt, um die Eizellen zu gewinnen.
Zusammengefasst: Zuerst die Stimulation, dann die Kontrolluntersuchungen, anschließend die Gabe des Antagonisten, danach der Trigger und schließlich die Eizellentnahme.
Die Dauer und die Dosierung der Behandlung werden immer individuell an jede Patientin, ihre ovarielle Reserve und ihre Reaktion auf die Stimulation angepasst.
