Beschädigte Spermien-DNA: Auswirkungen auf IVF, ICSI und Insemination

durch (embryologin).
Aktualisiert am 09/03/2026

Die Samenqualität wurde traditionell anhand grundlegender Parameter wie der Konzentration, Beweglichkeit und Morphologie der Spermien beurteilt. In den letzten Jahren hat jedoch die Integrität des genetischen Materials der Spermien eine entscheidende Bedeutung erlangt.

Eine aktuelle Studie, die von Forschern des Reproductive Medical Center, Hainan Women and Children’s Medical Center und des Department of Urology des Haikou Affiliated Hospital of Central South University Xiangya School of Medicine durchgeführt wurde, hat neues Licht darauf geworfen, wie sich DNA-Schäden in Spermien auf die verschiedenen Techniken der assistierten Reproduktion auswirken.

Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.

Was ist DNA-Fragmentation?

Männliche Unfruchtbarkeit ist für fast die Hälfte der Fälle von Fortpflanzungsproblemen bei Paaren verantwortlich. Über herkömmliche Analysen hinaus hat sich die DNA-Fragmentation der Spermien (SDF) als wichtiger Biomarker für die Spermienqualität etabliert. Grundsätzlich bezieht sie sich auf Brüche oder Läsionen im DNA-Strang des Spermiums.

Diese genetische Integrität ist nicht nur für die Befruchtung der Eizelle von grundlegender Bedeutung, sondern auch für die spätere Entwicklung des Embryos und die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft. Wenn diese Fragmentationsraten in der Spermien-DNA hoch sind, können die Chancen auf einen Fortpflanzungserfolg beeinträchtigt sein.

Es ist wichtig zu betonen, dass es verschiedene Labortests zur Messung dieser DNA-Schäden an Spermien gibt, wie z. B. die SCSA-, SCD-, TUNEL- oder Comet-Assays. Die angewandte Technik kann je nach Indikation und Zentrum für assistierte Reproduktion variieren.

Auswirkungen auf die konventionelle In-vitro-Fertilisation

Die von den Ärzten Bangbei Wan, Yu Fu, Ning Ma, Zhi Zhou und Weiying Lu durchgeführte Forschung, die aus einem „Umbrella Review“ (einer umfassenden Analyse früherer Metaanalysen) besteht, hat mehr als 25.000 Zyklen der assistierten Reproduktion ausgewertet.

Die Ergebnisse für die konventionelle In-vitro-Fertilisation (IVF) waren wie folgt:

Bei der konventionellen IVF, bei der das Spermium aus eigener Kraft oder mit begrenzter Hilfe in die Eizelle eindringen muss, scheinen DNA-Schäden im Spermium als natürliche Barriere zu wirken, die die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung verringert.

Fehlgeburtsrisiko in ICSI-Zyklen

Der Fall der intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) weist für Patienten andere und sehr wichtige Nuancen auf. Bei dieser Technik wählt der Embryologe das Spermium aus und führt es (per Mikroinjektion) direkt in die Eizelle ein, wobei die Barrieren der natürlichen Selektion umgangen werden.

Laut der Studie ist die Auswirkung der DNA-Fragmentation der Spermien auf die klinische Schwangerschaftsrate nach einer ICSI zwar gering, die auffälligsten Daten liegen jedoch beim Schwangerschaftsverlust:

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die ICSI zwar zur Erzielung einer Befruchtung beiträgt, sich der vom männlichen Gameten mitgebrachte genetische Schaden jedoch in späteren Stadien der Schwangerschaft manifestieren kann.

Ergebnisse bei der künstlichen Befruchtung

Für Paare, die sich für eine künstliche Befruchtung (Insemination) entscheiden, ist die Qualität der Spermien-DNA ebenfalls entscheidend. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine erhöhte DNA-Fragmentation der Spermien signifikant mit einer Verringerung der klinischen Schwangerschaftsraten verbunden ist.

Da die Insemination weitgehend von der natürlichen Fähigkeit des Spermiums abhängt, aufzusteigen und zu befruchten, verringern weitreichende Schäden an seinem Erbgut die Erfolgschancen. Daher ist die Untersuchung der Fragmentation bei wiederholten Fehlschlägen der Insemination oder unerklärlicher Unfruchtbarkeit ein wertvolles diagnostisches Instrument, um die Behandlung bei Bedarf auf komplexere Optionen auszurichten.

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Literaturverzeichnis

Wan B, Fu Y, Ma N, Zhou Z, Lu W. Sperm DNA fragmentation and assisted reproduction: an umbrella meta-analysis. Eur J Med Res. 2026 Jan 7;31(1):218. doi: 10.1186/s40001-025-03801-y. PMID: 41501955; PMCID: PMC12870536. (Sehen)

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