Jahrzehntelang haben Millionen von Frauen mit einer Diagnose gelebt, deren Name in Wirklichkeit nicht angemessen widerspiegelte, was in ihrem Körper geschah. Eine aktuelle, wegweisende Publikation der Spezialisten Helena J Teede, Mahnaz Bahri Khomami, Rachel Morman, Joop SE Laven, Anju E Joham, Michael F Costello, Madhuri Patil, D Aled Rees, Lorna Berry, Melanie G Cree, Han Zhao, Robert J Norman, Anuja Dokras und Terhi Piltonen; Global Name Change Consortium, hat weltweit einen Paradigmenwechsel eingeleitet.
Gemeinsam haben sie festgestellt, dass der klassische Name Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS) die medizinische Versorgung behinderte, und haben eine neue offizielle Bezeichnung festgelegt.
Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.
Das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) ist eine sehr häufige Erkrankung in gynäkologischen und reproduktionsmedizinischen Praxen, da eine von acht Frauen davon betroffen ist. Die wissenschaftliche Gemeinschaft hat jedoch erkannt, dass der Begriff PCOS ungenau ist, da er fälschlicherweise die Existenz pathologischer Eierstockzysten suggeriert.
In Wirklichkeit handelt es sich bei dem, was in den Eierstöcken beobachtet wird, nicht um echte pathologische Zysten, sondern um Follikel, deren Entwicklung stehen geblieben ist. Die Verwendung eines falschen Begriffs hatte schwerwiegende Folgen:
Darüber hinaus fördert er Stigmatisierung und Fragmentierung in der medizinischen Versorgung.
Angesichts dieser Notwendigkeit zur Weiterentwicklung ist ein beispielloser globaler Konsensprozess entstanden. Das Ergebnis ist, dass die bisher als polyzystisches Ovarsyndrom bekannte Erkrankung nun einen neuen Namen hat: polyendokrines metabolisches Ovarsyndrom, bekannt unter der englischen Abkürzung PMOS. Dieser neue Name wurde sorgfältig gewählt, weil er die multisystemische Pathophysiologie der Erkrankung genau widerspiegelt.
Durch das Weglassen des Wortes Zysten wird die allgemeine Verwirrung beseitigt und das wahre Wesen der Erkrankung erfasst: eine kombinierte endokrine, metabolische und ovarielle Dysfunktion.
Um die Bedeutung von PMOS zu verstehen, muss man begreifen, dass seine Merkmale weit über ein einfaches ovarielles oder gynäkologisches Problem hinausgehen. Die Wissenschaft und internationale Leitlinien haben gezeigt, dass dieser Erkrankung endokrine Veränderungen im Zusammenhang mit Insulin, Androgenen und Ovarialhormonen zugrunde liegen. Das Syndrom umfasst mehrere Körpersysteme:
Darüber hinaus weist es auch psychologische Merkmale auf, wie Depressionen, Angstzustände, verminderte Lebensqualität und Essstörungen.
Der Weg zur vollständigen Übernahme des Namens polyendokrines metabolisches Ovarsyndrom (PMOS) ist bereits im Gange. Es wurde eine globale Umsetzungsstrategie entwickelt, die eine strukturierte Übergangs- und Verfeinerungsphase über drei Jahre umfasst.
Diese wissenschaftliche Entwicklung wird ein größeres Bewusstsein ermöglichen, die Diagnose und die Qualität der medizinischen Versorgung verbessern, die durch einen veralteten Namen verursachte Angst beseitigen und Frauen, die an diesem Syndrom leiden, einen wirklich ganzheitlichen Ansatz bieten.
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Teede HJ, Khomami MB, Morman R, Laven JSE, Joham AE, Costello MF, Patil M, Rees DA, Berry L, Cree MG, Zhao H, Norman RJ, Dokras A, Piltonen T; Global Name Change Consortium. Polyendocrine metabolic ovarian syndrome, the new name for polycystic ovary syndrome: a multistep global consensus process. Lancet. 2026 May 12:S0140-6736(26)00717-8. doi: 10.1016/S0140-6736(26)00717-8. Epub ahead of print. PMID: 42119588. (Sehen)