Bei der Fruchtbarkeitsuntersuchung beim Mann ist die erste und wichtigste Untersuchung meist das Spermiogramm, bei dem Anzahl, Beweglichkeit und Form der Spermien analysiert werden. Eine Hormonuntersuchung wird nicht in allen Fällen routinemäßig durchgeführt, sondern vor allem dann, wenn bestimmte Hinweise auf mögliche Störungen vorliegen.
Wann ist eine Hormonanalyse sinnvoll?
- Wenn das Spermiogramm Auffälligkeiten zeigt (z. B. sehr niedrige Spermienanzahl oder keine Spermien).
- Bei Anzeichen hormoneller Störungen wie Libidoverlust, erektiler Dysfunktion oder verzögerter Pubertät.
- Wenn eine Erkrankung der Hypophyse oder andere hormonelle Störungen vermutet werden.

Die Hormonanalyse kann Werte wie FSH, LH, Testosteron, TSH, Prolaktin und in manchen Fällen Estradiol messen. Diese Informationen helfen, die Ursache der Fruchtbarkeitsprobleme genauer zu bestimmen.
Ein Hormonstatus ist nicht immer Bestandteil der Standarddiagnostik, spielt aber eine entscheidende Rolle, wenn es Anzeichen auf eine hormonelle Ursache gibt oder das Spermiogramm stark abweicht.
