Wenn man Fruchtbarkeitsprobleme durchmacht, können soziale Netzwerke zu einem zweischneidigen Schwert werden. Einerseits können sie eine sehr wertvolle Informations- und Unterstützungsquelle sein.
Andererseits können sie aber auch Vergleiche, Frustration und emotionales Unbehagen verstärken.
Plötzlich scheint es, als würde jeder schwanger werden. Schwangerschaftsankündigungen, Ultraschallbilder, Geburten... Inhalte, die Sie zu einem anderen Zeitpunkt vielleicht nicht berührt hätten, die jetzt aber viel aufwühlen können. Und es ist in Ordnung, sich so zu fühlen. Das ist Sensibilität in einem verletzlichen Moment.
Soziale Netzwerke können auch falsche Erwartungen wecken. Erfolgsgeschichten ohne Kontext, scheinbar schnelle und einfache Prozesse und Botschaften wie "Wenn ich es konnte, kannst du es auch", die zwar gut gemeint sind, aber nicht immer die Realität und die Situation jedes Einzelfalls widerspiegeln. Jeder Fruchtbarkeitsweg ist einzigartig und nicht alle verlaufen gleich.
Deshalb ist es wichtig zu lernen, sich selbst zu schützen. Das Entfolgen bestimmter Konten oder Inhalte oder das Abstandnehmen während einiger Phasen der Behandlung ist eine Form der Selbstfürsorge. Anzupassen, was Sie in den sozialen Netzwerken konsumieren, je nachdem, wie Sie sich im jeweiligen Moment fühlen, kann einen großen Unterschied für Ihr emotionales Wohlbefinden machen.
Gleichzeitig können Netzwerke, wenn sie gut genutzt werden, Ihnen helfen, sich weniger allein zu fühlen. Fachleuten und informativen, aber seriösen Konten (wie unserem) zu folgen, kann Ihnen die Informationen, Sicherheit und das Vertrauen geben, die Sie brauchen.
Der Schlüssel liegt darin, herauszufinden, wie es sich auf Sie auswirkt. Wenn ein Inhalt bei Ihnen Angst, Schuldgefühle oder Traurigkeit auslöst, ist es vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt, ihn anzusehen.
