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Mein Partner möchte die assistierte Reproduktionsbehandlung nicht fortsetzen... Was nun?

durch Silvia Azaña Gutiérrez (embryologin).
Letzte Aktualisierung: 29/06/2026

Bei einer assistierten Reproduktionsbehandlung gehen die beiden Partner nicht immer im gleichen Tempo voran. Es kann vorkommen, dass der eine es weiter versuchen möchte und der andere aufhören muss. Wenn das passiert, führt dies oft zu viel Frustration, Zweifeln und manchmal auch zu Konflikten.

Als Erstes muss man verstehen, dass dies nicht ungewöhnlich ist. Jeder Mensch erlebt Unfruchtbarkeit anders. Es gibt diejenigen, die weitermachen müssen, um die Hoffnung aufrechtzuerhalten, und diejenigen, die anhalten müssen, um sich emotional zu schützen.

Dass Ihr Partner nicht bereit ist weiterzumachen, bedeutet nicht, dass er nicht dasselbe Projekt möchte. Oft bedeutet es, dass er müde oder überfordert ist oder Zeit braucht, um all das zu verarbeiten, was er bisher erlebt hat.

In dieser Phase ist Kommunikation entscheidend. Der Versuch, über die eigenen Gefühle zu sprechen, ohne Vorwürfe und ohne Druck, kann helfen, besser zu verstehen, was hinter dieser Entscheidung steckt. Nicht weitermachen zu wollen ist nicht dasselbe, wie es in diesem Moment nicht zu können.

Es kann auch hilfreich sein, Raum zu geben. Manchmal ermöglicht eine vorübergehende Pause, neue Kraft zu schöpfen und Entscheidungen klarer zu treffen. Nicht alle Pausen sind endgültig.

Wenn es Ihnen schwerfällt, einen gemeinsamen Nenner zu finden, kann eine auf Fruchtbarkeit spezialisierte psychologische Beratung Ihnen helfen, Ihre Gedanken, Emotionen und Zeitpläne zu ordnen. Es geht nicht darum, den anderen zu überzeugen, sondern darum, einander besser zu verstehen.

Und noch etwas Wichtiges: Bei diesem Prozess geht es nicht nur darum, eine Schwangerschaft zu erreichen, sondern auch darum, die Beziehung zu pflegen. Entscheidungen zu treffen und dabei die Grenzen beider zu respektieren, ist Teil des Weges.

In der assistierten Reproduktion gibt es keine einfachen Entscheidungen, aber es gibt Entscheidungen, die mit Respekt, Dialog und Zeit getroffen werden können.

Hier können Sie den kompletten Artikel lesen: Wann sollte man die assistierte Reproduktion abbrechen und wie geht man damit um? ( 12).
 Silvia Azaña Gutiérrez
Silvia Azaña Gutiérrez
Embryologin
Hochschulabschluss in Gesundheitsbiologie an der Universität von Alcalá und Spezialisierung in klinischer Genetik an derselben Universität. Master-Abschluss in Assistierter Reproduktion von der Universität Valencia in Zusammenarbeit mit den IVI-Kliniken.
Zulassungsnummer: 3435-CV
Embryologin. Hochschulabschluss in Gesundheitsbiologie an der Universität von Alcalá und Spezialisierung in klinischer Genetik an derselben Universität. Master-Abschluss in Assistierter Reproduktion von der Universität Valencia in Zusammenarbeit mit den IVI-Kliniken. Zulassungsnummer: 3435-CV.