Von WMA, ACSA, HON zertifiziertes Medizinjournal.
FAQs
9
0

Ist eine gute ovarielle Reserve für eine künstliche Befruchtung notwendig, wenn nur eine oder zwei Eizellen benötigt werden?

durch Dr. Med. Katharina Spies (gynäkologin in Vida Fertility Institute Madrid).
Letzte Aktualisierung: 19/02/2026

Die ovarielle Reserve bezeichnet die Menge und Qualität der Eizellen, die eine Frau zu einem bestimmten Zeitpunkt hat. Bei der künstlichen Befruchtung (Insemination) werden in der Regel nur ein bis zwei Folikel für den Eisprung angestrebt. Das könnte vermuten lassen, dass eine gute Reserve nicht so wichtig ist – doch das ist nur teilweise richtig.

Warum spielt die ovarielle Reserve dennoch eine Rolle?

  • Eine niedrige ovarielle Reserve geht oft mit einer geringeren Eizellqualität einher.
  • Bei der Insemination findet die Befruchtung im Körper der Frau statt und wird medizinisch nicht kontrolliert – es gibt keine Garantie, dass die Eizellen tatsächlich reif sind und dann auch befruchtet werden.
  • Weniger Eizellen guter Qualität bedeuten weniger Chancen pro Zyklus.

In Fällen mit stark eingeschränkter ovarieller Reserve kann die Erfolgswahrscheinlichkeit einer Insemination deutlich sinken. In solchen Situationen wird oft eine IVF (In-vitro-Fertilisation) empfohlen, da hier mehr Eizellen entnommen, befruchtet und im Labor ausgewählt werden können

Imagen: Eizellreserve und Schwangerschaft durch künstliche Befruchtung

Auch wenn bei einer Insemination nur ein bis zwei Eizellen benötigt werden, ist eine ausreichende ovarielle Reserve wichtig, um die Chancen auf eine Schwangerschaft zu optimieren. Wenn die Reserve niedrig sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch die Qualität der sich entwickelnden Eizellen niedrig ist, und es sollte mit dem Arzt besprochen werden, ob eine andere Behandlung sinnvoller ist.

Hier können Sie den kompletten Artikel lesen: Der Spontanabort: Symptome, Ursachen und Folgen ( 8).
Dr. Med. Katharina  Spies
Dr. Med. Katharina Spies
Gynäkologin in Vida Fertility Institute Madrid
Katharina Spies hat ihr Medizinstudium an einer deutschen Universität abgeschlossen; Deutsch ist ihre Muttersprache. Außerdem spricht die Ärztin weitere Sprachen, darunter Englisch, Spanisch und Französisch, unter anderem. Derzeit ist Dr. Spies medizinische Direktorin der Klinik Vida Fertility in Madrid.
Approbationsnummer: 282867990
Gynäkologin. Katharina Spies hat ihr Medizinstudium an einer deutschen Universität abgeschlossen; Deutsch ist ihre Muttersprache. Außerdem spricht die Ärztin weitere Sprachen, darunter Englisch, Spanisch und Französisch, unter anderem. Derzeit ist Dr. Spies medizinische Direktorin der Klinik Vida Fertility in Madrid. Approbationsnummer: 282867990.