Ja, Unfruchtbarkeit tritt nach einer Vasektomie nicht automatisch ein. Obwohl bei dieser Operation die Samenleiter durchtrennt werden, ist es normal, dass noch lebensfähige Restspermien in den Leitern verbleiben. Daher werden in den ersten Monaten nach der Vasektomie diese lebenden Spermien bei der Ejakulation weiterhin ausgeschieden.
Das Ausstoßen dieser Spermien hängt jedoch nicht nur von der seit dem Eingriff vergangenen Zeit ab, sondern auch von der Häufigkeit der Ejakulationen. In der Regel sind zwischen 20 und 30 erforderlich, um die Gänge zu reinigen.
Aus diesem Grund wird den Patienten geraten, bis zur Durchführung der postoperativen Kontroll-Spermiogramme ein anderes Verhütungsmittel, wie z.B. Kondome, zu verwenden. Erst wenn das Labor eine Azoospermie, das völlige Fehlen von Spermien in der Probe, bestätigt, kann der Patient ärztlich entlassen und die Vasektomie als endgültige Verhütungsmethode betrachtet werden.
