Fruchtbarkeit bei Frauen: Entwicklung des weiblichen Fortpflanzungsorgans

durch (embryologin), (gynäkologin), (embryologin), (embryologin) Und (invitra staff).
Aktualisiert am 22/12/2025

Die weibliche Fruchtbarkeit bedeutet die Fähigkeit der Frau, ein Kind zu empfangen und dieses während der 9 Monate bis zur Geburt auszutragen.

In diesem Zusammenhang müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein, damit eine Frau als fruchtbar angesehen werden kann:

  • Die Eierstöcke müssen qualitativ hochwertige Eizellen produzieren, um von einem Sperma befruchtet werden zu können.
  • Die Gebärmutter einer Frau muss in der Lage sein, die Schwangerschaft bis zum Zeitpunkt der Geburt aufrechtzuerhalten.

Sowohl das weibliche Fortpflanzungssystem als auch das endokrine System greifen in die Fruchtbarkeit einer Frau ein; diese müssen perfekt reguliert und aufeinander abgestimmt sein, damit alles erfolgreich verläuft.

Weibliches Fortpflanzungssystem

Die Anatomie des Fortpflanzungssystems einer Frau unterscheidet sich in zwei Teilen, je nachdem, ob die Geschlechtsorgane außen oder innen liegen.

Äußere Organe

Der Oberbegriff der äußeren weiblichen Genitalien ist Vulva, welche aus den folgenden Teilen bestehen:

Venushügel
ein abgerundeter Teil des Fettgewebes, der das Schambein bedeckt und mit Haut und Haaren bedeckt ist. Er hat die Funktion, die inneren Organe zu schützen, indem er die Schläge abdämpft.
Große Schamlippen (Labia majora)
sind zwei Hautfalten, die die Vulva schützen. Sie verhindern, dass Bakterien in das Fortpflanzungssystem gelangen.
Kleine Schamlippen (Labia minora)
sind zwei Hautfalten innerhalb der großen Schamlippen, die den Eingang zur Scheide schützen. Sie halten auch die richtige Temperatur.
Scheidenvorhof
ist ein Bereich, der die Öffnungen der Harnröhre, die Öffnung der Vagina, des Jungfernhäutchens, der Bartholin-Drüsen und der Paraurethraldrüsen, auch Skene-Drüsen, enthält.
Klitoris
ist ein kleines zylindrisches Erektionsorgan, das aus vielen Fasern des Nervengewebes besteht. Sie ist sehr empfindlich gegenüber sexueller Stimulation.

Der Damm ist der Teil, der dem Beckenboden entspricht. Er besteht aus Muskeln, die die Vulva und den Anus umgeben und schützen.

Die Brüste oder Brustdrüsen sind auch Teil des äußeren weiblichen Fortpflanzungssystems. Ihre Funktion ist das Stillen nach der Geburt

Die Harnröhre ist nicht Teil des weiblichen Fortpflanzungssystems. Sie dient nur zum Harnablassen und hat keine reproduktive Funktion.

Innere Organe

Die an der menschlichen Fortpflanzung beteiligten inneren Geschlechtsorgane befinden sich in der weiblichen Bauchhöhle und sind folgende:

Vagina
ist ein elastischer muskulös-bindegewebiger Schlauch, das die Gebärmutter mit der Außenseite verbindet. Ihre Funktion ist es, den Penis beim Geschlechtsverkehr zu empfangen und ist gleichzeitig der Geburtskanal bei der Geburt des Babys.
Zervix oder Gebärmutterhals
der untere Teil der Gebärmutter, der mit der Vagina verbunden ist.
Uterus oder Gebärmutter
ist ein hohles Muskelorgan, in dem die Schwangerschaft und Entwicklung des Fötus stattfindet. Die innere Schicht oder das Endometrium verdickt sich jeden Monat, um den Embryo zu empfangen, und wird in Form einer Menstruation abgeworfen, wenn keine Einnistung stattgefunden hat.
Eileiter
sind zwei etwa 10 cm lange Kanäle, die die Eierstöcke mit der Gebärmutter verbinden. Hier findet die Begegnung zwischen der Eizelle und dem Sperma statt, also die Befruchtung.
Eierstöcke
sind die weiblichen Gonaden und befinden sich auf jeder Seite der Gebärmutter. Ihre Funktion ist es, die Eier zu reifen und an den fruchtbaren Tagen jedes Menstruationszyklus auszutreiben. Sie produzieren auch weibliche Sexualhormone.

Wenn es ein Problem gibt, das eine Frau daran hindert, zu schwanger zu werden, wird ihr Infertilität oder Sterilität diagnostiziert. Dank der Fortschritte bei den Techniken der assistierten Reproduktion ist es nun möglich, trotz Schwierigkeiten schwanger zu werden.

Die assistierte Reproduktion erfordert, wie jede medizinische Behandlung, dass Sie der Professionalität der Ärzte und der Klinik, die Sie wählen, vertrauen, denn natürlich ist jede von ihnen anders.

Deshalb schickt ihnen dieses "Tool" einen personalisierten Bericht mit allen wichtigen Angaben zu Ihrer nötigen Behandlung, den Kliniken in Ihrer Nähe sowie deren Kostenvoranschläge zu. Außerdem finden Sie wertvolle Tipps zu Ihrem ersten Besuch in der Kinderwunschklinik.

Beginn der Fruchtbarkeit

Damit eine Frau fruchtbar ist, müssen alle ihre Geschlechtsorgane funktionsfähig sein. Dies wird durch die anatomischen Eigenschaften und die korrekte Funktion des Hormonsystems erreicht, das die entsprechenden Hormone zuweist.

In der Kindheit gibt es keine Ausscheidung von Sexualhormonen, und der Körper arbeitet bei Jungen und Mädchen auf die gleiche Weise. Der einzige Unterschied im Körper beider Geschlechter sind die primären Geschlechtsmerkmale, also die Geschlechtsorgane.

Sobald die Pubertät mit 11 oder 12 Jahren eintritt, beginnen die Eierstöcke einer Frau zu arbeiten, da die Hormone FSH und LH aus der Hypophyse eintreffen, die die weiblichen Geschlechtsorgane zum Reifen bringen.

Von diesem Zeitpunkt an beginnen die Eierstöcke, die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron abzusondern, und die Frau entwickelt sekundäre Geschlechtsmerkmale:

  • Brustwachstum
  • Skelettentwicklung: Das Becken passt sich für die Geburt an
  • Haarverteilung: Das Haar erscheint im Schambereich
  • Beginn der Menstruation und des Eisprungs
  • Die Stimme wird höher als beim Mann

Menstruationszyklen müssen gut reguliert sein, damit eine Frau fruchtbar ist. Etwa ein Zyklus dauert etwa 28 Tage und die fruchtbare Periode, in der der Eisprung stattfindet, liegt in der Mitte. Dies sind die besten Tage, um schwanger zu werden und somit der richtige Zeitpunkt, um mit dem Partner Geschlechtsverkehr zu praktizieren.

Kann die Fruchtbarkeit der Frau verbessert werden?

Viele Frauen stellen sich diese Frage. Die Antwort lautet, dass es einige Tipps zur Verbesserung der weiblichen Fruchtbarkeit gibt, auch wenn es keine Wunderheilmittel gibt.

Beispielsweise hat ein gesunder Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung positive Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit der Frau. Der Verzehr von verarbeiteten Kohlenhydraten sollte reduziert werden, da diese zu Insulinresistenz führen und den Eisprung beeinträchtigen können. Ein weiteres Beispiel ist Koffein, das zu Veränderungen des Östradiolspiegels führt, oder Tabak, der die Reaktion der Gebärmutter beeinträchtigt.

Außerdem ist es wichtig, täglich 2 Liter Wasser zu trinken. Manchmal empfehlen Fachärzte die Einnahme von Vitaminpräparaten, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen.

Fragen die Nutzer stellten

In welchem Alter ist eine Schwangerschaft am wahrscheinlichsten?

Eine bessere Chance, auf natürliche Weise schwanger zu werden, besteht ab dem 20. bis 35. Lebensjahr. Ab diesem Alter nimmt die Eizellenqualität drastisch ab, so dass 10 Jahre vor der theoretischen Menopause (etwa ab 40) die Chancen auf eine Schwangerschaft sehr gering sind.

Kann eine Frau gleich nach der Pubertät schwanger werden?

Eine Frau ist am fruchtbarsten, wenn sie sich dem 20. Lebensjahr nähert. Eine Schwangerschaft ist jedoch im jugendlichen Alter nach Einsetzen der Menstruation möglich. Deshalb ist eine gute Sexualaufklärung sehr wichtig, um junge Menschen auf die Verwendung von Kondomen aufmerksam zu machen um so eine unerwünschte Schwangerschaft zu vermeiden.

Wann setzt nach der Regel der Eisprung ein?

Dies hängt von der Art des Menstruationszyklus der Frau ab. Bei Frauen mit einem regelmäßigen Menstruationszyklus von 28 Tagen findet der Eisprung in der Mitte des Zyklus statt, d. h. etwa am 14. Tag des Zyklus. Das bedeutet, dass die Frau 14 Tage nach Beginn der Menstruation ovuliert, was mit den fruchtbarsten Tagen des Zyklus zusammenfällt.

Hat die Frau hingegen einen unregelmäßigen Menstruationszyklus, ist es schwieriger, den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen.

Können Kosmetika die Fruchtbarkeit beeinträchtigen?

Kosmetika enthalten verschiedene chemische Substanzen. Durch die tägliche und langfristige Verwendung dieser Produkte sind wir diesen Substanzen ständig ausgesetzt.

Das Problem besteht darin, dass einige dieser Verbindungen als endokrine Disruptoren wirken können, die das Hormonsystem des Körpers, einschließlich der Sexualhormone, stören. Auf diese Weise könnten endokrine Disruptoren die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Für Sie empfohlen

Veränderungen oder Erkrankungen des weiblichen Fortpflanzungsapparats können eine Schwangerschaft erschweren oder verhindern. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter folgendem Link: Krankheiten die weibliche Infertilität verursachen.

Die Eizellreserve einer Frau besteht aus der Anzahl der Eizellen, die ihre Eierstöcke enthalten, und nimmt mit zunehmendem Alter ab. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, klicken Sie hier: Was ist eine Eizellenreserve und wie beeinflusst sie die Fruchtbarkeit?

Gemeinschaft und Unterstützung

Bei inviTRA arbeiten wir daran, monatliche und fundierte Informationen für alle zugänglich zu machen. Wenn Ihnen dieser Artikel geholfen hat, unterstützen Sie uns, damit wir noch mehr Menschen auf ihrem Weg zur Elternschaft begleiten können.

📢 1. Teilen

💬 2. Kommentieren

❤️ 3. Spenden

Literaturverzeichnis

National Health Service (NHS) (UK) (2009). The Pregnancy Book. Your complete guide to: A healthy pregnancy, Labour and childbirth, The first weeks with your new baby. Crown copyright 2009. Produced by COI for the Department of Health.

Prof. Mary Wingfield (2017). The Fertility Handbook: Everything You Need to Know to Maximise Your Chance of Pregnancy, Gill & Macmillan Ltd, May 29, 2017.

The American College of Obstetricians and Gynecologists (2011). Frequently Asked Questions (FAQ156). Pregnancy.

The National Women’s Health Information Center, U.S. Department of Health and Human Services, Office of Women’s Health (2006, April). Prenatal Care. Retrieved November 9, 2007

Wilcox AJ, Weinberg CR, Baird DB. Timing of intercourse in relation to ovulation: effects on the probability of conception, survival of the pregnancy and sex of the baby. N Engl J Med 1995;333:1517– 1521.

Fragen die Nutzer stellten: 'In welchem Alter ist eine Schwangerschaft am wahrscheinlichsten?', 'Kann eine Frau gleich nach der Pubertät schwanger werden?', 'Wann setzt nach der Regel der Eisprung ein?' Und 'Können Kosmetika die Fruchtbarkeit beeinträchtigen?'.

Mehr anschauen

Autoren und Mitwirkende

 Marta Barranquero Gómez
Marta Barranquero Gómez
Embryologin
Abschluss in Biochemie und Biomedizin an der Universität Valencia (UV) und spezialisiert auf Assistierte Reproduktion an der Universität Alcalá de Henares (UAH) in Zusammenarbeit mit Ginefiv und in klinischer Genetik an der Universität Alcalá de Henares (UAH). Mehr über Marta Barranquero Gómez
Zulassungsnummer: 3316-CV

Dr. Med. Paloma de la Fuente Vaquero
Dr. Med. Paloma de la Fuente Vaquero
Gynäkologin
Abschluss des Medizinstudiums an der Universidad Complutense Madrid mit Master-Abschluss in Humanreproduktion und Doktorat in Medizin und Chirurgie an der Universität Sevilla. Als Mitglied der Spanischen Gesellschaft für Fertilität (SEF) und der Spanischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SEGO) übt sie derzeit ihre Tätigkeit als Gynäkologin mit Schwerpunkt assistierte Reproduktion in der Klinik IVI Sevilla. Mehr über Dr. Med. Paloma de la Fuente Vaquero
Zulassungsnummer: 414117294

 Silvia Azaña Gutiérrez
Silvia Azaña Gutiérrez
Embryologin
Hochschulabschluss in Gesundheitsbiologie an der Universität von Alcalá und Spezialisierung in klinischer Genetik an derselben Universität. Master-Abschluss in Assistierter Reproduktion von der Universität Valencia in Zusammenarbeit mit den IVI-Kliniken. Mehr über Silvia Azaña Gutiérrez
Zulassungsnummer: 3435-CV

 Zaira Salvador
Zaira Salvador
Embryologin
Abschluss in Biotechnologie an der Polytechnischen Universität Valencia (UPV) und Spezialistin für assistierte Reproduktion mit Masterabschluss in Human Reproduction Biotechnology am Instituto Valenciano de Infertilidad (IVI) und der Universität Valencia. Mehr über Zaira Salvador

Auf deutsch angepasst von:
 Romina Packan
Romina Packan
inviTRA Staff
Chefredakteurin und Übersetzerin für die deutsche Ausgabe von inviTRA. Mehr über Romina Packan

Alles über assistierte Reproduktion auf unseren Kanälen.