Vor- und Nachteile der Insemination

durch BSc, MSc (embryologin), (gynäkologin) Und (invitra staff).
Aktualisiert am 08/02/2021

Die Intrauterine Insemination (zu deutsch auch: Samenübertragung) hat, wie andere Kinderwunschbehandlungen, einige Vor-, aber auch Nachteile. Es handelt sich um eine einfache und minimal-invasive Technik, so dass ihr größter Vorteil darin besteht, dass die Risiken und Komplikationen gering ausfallen. Um schwanger zu werden, sind jedoch bestimmte Voraussetzungen erforderlich und die Ergebnisse fallen schlechter aus als die bei der künstlichen Befruchtung (IVF).

Im Anschluss finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit allen Punkten, die wir in diesem Artikel behandeln.

Vorteile einer Insemination

Aus folgenden Gründen wird die Insemination bei unerfülltem Kinderwunsch als erstes angewendet:

  • Diese Methode kommt der natürlichen Empfängnis am nächsten, da der Samen künstlich in die Gebärmutter der Patientin eingeführt wird, jedoch eine natürliche Auswahl des Spermiums stattfindet, das schließlich das Ei aus eingener Kraft befruchtet.
  • Unter den Behandlungsmethoden ist sie die einfachste Form. Sie ist unaufwändig, einfach und schnell und kann direkt ambulant im Kinderwunschzentrum durchgeführt werden.
  • Die Insemination ist schmerzfrei und erfordert somit keine Betäubung, was wiederum der Patientin mehr Sicherheit gibt.
  • Die Insemination ist die kostengünstige Technik, da weniger Personal erforderlich ist und keine komplexen Zusatzmethoden wie Embryokultur mit komplexen Wartungs- und Manipulationstechniken anfallen.

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  • Die Stimulationsbehandlung vor der Samenübertragung fällt milder aus als bei einer IVF. Dadurch reduzieren sich die Nebenwirkungen der Hormonbehandlung.
  • Vor der Befruchtung verbessert sich die Samenqualität mithilfe einer vorherigen Spemienaufbereitung und die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit ist somit höher als beim Geschlechtsverkehr nach Plan.
  • Mithilfe einer Samenspende können auch Singles und lesbische Paare Mütter werden.

Nachteile einer Insemination

Es gibt zwei eng miteinander verbundene "negative" Aspekte der Insemination: die Erfolgsrate und die notwendigen Voraussetzungen.

Um mit einer Insemination schwanger zu werden, d.h. nach Abschluss dieser Kinderwunschbehandlung einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen zu halten, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Die Eileiter einer Frau müssen durchlässig und voll funktionsfähig sein, da hier die Befruchtung stattfindet.
  • Die Patientin sollte keine Probleme im Zusammenhang mit der Eierstockfunktion und dem Menstruationszyklus haben. Es muss ein spontaner Eisprung stattfinden können.
  • Die Spermienqualität muss gut sein. Schließlich muss das Sperma aus eigener Kraft in der Lage sein, die Eizelle zu erreichen und zu befruchten, indem es die natürlichen Barrieren des weiblichen Fortpflanzungsorgans überwindet.

Daher ist die Erfolgsquote trotz der Vorteile dieser Technik niedriger, insbesondere bei Einzelpersonen oder Paaren mit schwerwiegenden Fruchtbarkeitsproblemen seitens des Mannes oder bei Störungen bei der Frau.

Selbst wenn alle Anforderungen für eine Insemination erfüllt werden, kommt es so gut wie zu keiner Intervention seitens des Spezialisten, sodass das meiste von den Eizellen und den Spermien abhängt.

Schließlich darf ein weiterer wichtiger Nachteil nicht vergessen werden: Das Risiko einer Zwillingsschwangerschaft. Obwohl die aktuellen Protokolle zur Stimulierung der Ovarien und eine kontinuierliche Überwachung das Risiko eines mehrfachen Eisprungs verringern können, ist eine komplette Kontrolle über den Körper unmöglich und der Eisprung von mehr als einer Eizelle kann stattfinden.

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Autoren und Mitwirkende

 Andrea Rodrigo
Andrea Rodrigo
BSc, MSc
Embryologin
Abschluss in Biotechnologie an der Polytechnischen Universität Valencia (UPV) mit Master-Abschluss in Biotechnologie der assistierten Humanreproduktion, unterrichtet von der Universität Valencia in Zusammenarbeit mit dem Valencianischen Institut für Unfruchtbarkeit (IVI). Postgraduierte Expertin für medizinische Genetik. Mehr über Andrea Rodrigo
Dra. Valeria Sotelo
Dra. Valeria Sotelo
Gynäkologin
Bachelor of Medicine an der Universität Buenos Aires, Schwerpunkt Gynäkologie und Geburtshilfe. Masterabschluss in Videolaparoskopischer Chirurgie und Fachärztin in Tokogynäkologie. Mitglied der spanischen Vereinigung für Fruchtbarkeit SEF und der spanischen Vereinigung für Gynäkologie und Geburtshilfe SEGO. Mehr über Dra. Valeria Sotelo
Zulassungsnummer: 030309166
Auf deutsch angepasst von:
 Romina Packan
Romina Packan
inviTRA Staff
Chefredakteurin und Übersetzerin für die deutsche Ausgabe von inviTRA. Mehr über Romina Packan

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