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Frühe Menopause durch künstliche Befruchtung?
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Frühe Menopause durch künstliche Befruchtung?

    • <span  class="bbp-author-name">Mandelblüte</span>
      Mandelblüte

      Hallo zusammen!

      kurz zu meinem Fall: ich bin seit vier Jahren mit meinem Partner zusammen und versuchen seit über einem Jahr schwanger zu werden. Das Spermiogramm beim Urologen war positiv, beim Gynäkologen wurden Zyklusstörungen festgestellt, das heißt ich bekomme nicht jeden Monat meinen Eisprung. Er riet uns daher zur künstlichen Befruchtung mit Eisprungsauslösung.

      Ich bin jemand, der zu einem gewissen Thema alles recherchieren muss und von daher schon seit Tagen dabei, über die künstliche Befruchtung alles an Informationen zu sammeln. Dabei bin ich auf einen Artikel gestoßen, der behauptet diese Behandlung würde die Menopause frühzeitig einsetzen lassen. In meiner Familie hatten sowohl meine Mutter und eine meiner Tanten frühe Menopause mit 38. Von daher ist eine gewisse Veranlagung vorhanden. Nun habe ich Angst, dass ich durch meine Veranlagung und der Kinderwunschbehandlung auch früher in die Wechseljahre kommen könnte.

      Kann mich jemand aufklären? Gibt es vielleicht hier jemandem, bei dem es so war? Ich bin erst 33 und möchte wirklich nicht schon in die Wechseljahre kommen 🙁

      11/07/2020 um 8:47 am
      Antworten
    • Hallo Mandelblüte,

      du brauchst dir wegen einer möglichen Menopause durch künstliche Befruchtung keine Sorgen machen, da diesbezüglich bereits Studien durchgeführt werden, die das widerlegen. Eine Hormonbehandlung im Rahmen einer künstlichen Befruchtung hat demnach keinen Einfluss auf den Zeitpunkt des Eintritts der Menopause oder die Schwere ihrer Symptome.

      Hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen,

      Liebe Grüße

      12/07/2020 um 5:57 pm
      Antworten
    • Ich habe hier auch dazu eine Frage: Ich bin 28, leide seit zwei Jahren an extremen Haarverlust, ich habe mittlerweile kleine schwarze Haare am Kinn, unregelmäßige Periode und seit einem Monat extreme Hitzewallungen. Ein Blutbild zu Östrogen- und Testosteron ergab nichts auffälliges. Ich weiß nicht, ob das trotzdem auf vorzeitige Wechseljahre hindeutet oder ob eine andere Erkrankung zu Grunde liegt. Ich war bereits beim Frauenarzt zur Untersuchung und war alles negativ. Allgemeinenes Blutbild auch ok.

      Sollten sich meine Befürchtungen bestätigen, kann ich eventuell später gar keine Kinder mehr bekommen? Oder könnte ich jetzt zumindest schon mal meine Eizellen einfrieren oder ist das schon zu spät dafür?

      27/07/2020 um 7:00 pm
      Antworten
      • Hallo Manuela,

        um eine Primäre Ovarialinsuffizenz (POI) diagnostizieren zu können, müssen bei dir die Hormone LH und Prolaktin untersucht werden. Sind die Werte hoch, deutet das auf eine vorzeitige Einstellung deiner Eierstockaktivität hin.

        Eine Ferndiagnose ist schwierig, jedoch bist du mit 28 noch zu jung für eine mögliche Ovarialinsuffizienz. Trotzdem rate ich dir, deine Symptome mit deinem Arzt abzuklären um mögliche vorliegende Erkrankungen auszuschließen. Selbst wenn sich dein Verdacht bestätigen, sollte gäbe es Möglichkeiten, mit einer IVF Kinder zu bekommen. Hier liest du mehr zum Thema primäre Ovarialinsuffizenz und Kinderwunsch: Primäre Ovarialinsuffizienz: Ursachen, Symptome und Behandlung.

        Hoffe das hilft dir weiter,

        Liebe Grüße

        29/07/2020 um 9:08 am
        Antworten
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